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"Am 21. März 2005"oder'Frühjahrsgefühle' Ledenon08

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Beitrag von Martin »

Jaja, bin ja schon dran. Das Schlimme ist, ich muss zwischendurch arbeiten. Kunde droht mit Auftrag und so... :-(
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Beitrag von Martin »

Die Wiederaufersteh.... ääääh... Wiederaufzündung

Gegen 7 Uhr morgens klingelte der Wecker und dank des Heizlüfters war es mollig warm im Wohnwagen. Schon 30 Minuten später stand ich auf und bekam in der Box einen leckeren Kaffee angeboten. Eric, anscheinend Frühaufsteher, hatte dieses kostbare Schwarz bereits aufgebrüht und genüsslich begann ich den Tag. Den ersten Tag der Wiederaufzündung nach langer Pause. Ich schlüpfte in meine noch immer perfekt passende ERBO-Kombi, ging zurück in die Box und wollte die TTSL-Reifenwärmer einstecken, aber auch das hatte Eric bereits erledigt. Unglaublich der Kerl!

Bild

Um 8.45 Uhr dann Pflichtprogramm: Fahrerbesprechung in Box 1. Alles wichtige und übliche wurde besprochen und Wolf Töns bat darum es doch langsam angehen zu lassen, zumal es mit Sicherheit für das Gros der Leute das erste Event seit dem Herbst sein würde (überraschenderweise funktionierte das sogar den ganzen Tag, jedenfalls in meiner Gruppe).

Jetzt wurde es ernst, Punkt 9 Uhr war der erste turn meiner Gruppe angesagt.
Wird die R6 laufen? Bin ich überhaupt in der richtigen Gruppe? Bin ich nicht sowieso viel zu alt für so was?
Mit feuchten Händen legte ich den Killoff-Schalter der Rennmaschine um, mein Daumen drückte auf den Anlasserknopf, der Motor sprang an und brummte vor sich hin. Langsam kam er auf Temperatur, während ich mir Ohrstöpsel und Helm aufsetzte. Die Temperatur stieg und ich gab leichte Gasstöße. Wieder lief sie oben rum etwas unrund. Egal. Am Abend hatte ich beschlossen, die Vergaserbatterie nicht zu demontieren und zu prüfen, sondern es einfach drauf ankommen zu lassen und hoffte, dass sich das Problem von alleine gibt. Ich zog die Handschuhe an, nahm die Reifenwärmer runter und bockte die Maschine ab. Alles fühlte sich so vertraut an. Die Nervosität legte sich und ich nahm Platz auf dem schönsten Sitzplatz der Welt.

Nun war er da, der Augenblick der Wahrheit, es gab kein Zurück mehr, nun sollte sich zeigen ob ich noch weiß ob der erste Gang oben oder unten ist.
Unter den Blicken von mindestens 10.000 Zuschauern ;-) legte ich den ersten Gang ein und fuhr durch die Boxengasse zur Streckeneinfahrt. Einige der ganz Frühen hatten bereits die erste Runde hinter sich gebracht und schossen die Start-Ziel-Gerade herauf. Ich schaute mich um und fuhr auf die Strecke. Die Nervosität war völlig verschwunden und ich bog in die triple ein. Ich beschleunigte weiter, die R6 lief weiterhin etwas unrund, zog aber nicht so schlecht. Die alten Reifen, die ich für den ersten Tag drauf gelassen hatte, waren spürbar auf Temperatur und ich steigerte behutsam die Kurvengeschwindigkeit. Die ersten Recken überholten mich, aber ich ließ artig Platz.
Ich durchfuhr die letzte Kehre meiner ersten Rennstreckenrunde nach 2 ½ Jahren. Nun ging es bergab und ich gewann langsam an Tempo. In der Senke war es dann so weit, sanft streichelte mein Knieschleifer den Asphalt und ich beschleunigte den Berg hoch. Glücksgefühle machten sich breit. Ich grinste unter dem Helm und gab Gas. Ich machte mich klein und ließ die R6 die Gerade rauflaufen. Zwar lief sie im oberen Drehzahlbereich noch immer unrund, aber es schien, als wolle sie sich berappeln. Ich enterte die 2. Runde und bog auf die Ideallinie ein. Erneut streichelte der Schleifer den Asphalt. Die nächste Kehre, das Bergaufstück, die nächste Kehre, die Kuppe of death, ab ging es ins Loch mit dem schnellen Rechtsknick und wieder bergauf. Immer besser zog die Maschine und plötzlich war sie wieder da! Die Vibrationen ließen schlagartig nach und der Motor lief wieder absolut rund. Mit einem Wheely zeigte mir die Laaks-R6, dass sie sich ebenfalls freute und wir nahmen die dritte Runde in Angriff.
Schon bald fanden wir eine halbwegs runde Linie und steigerten langsam das Tempo. Ich überholte einen anderen Fahrer und freute mich des Lebens.

Bild

Genüsslich fuhr ich den turn zu Ende und stellte die R6 ab. Ich nahm den Helm ab.
Jetzt brauchte ich erst mal einen Kaffee.
Mit einem breiten Grinsen setzte ich mich vor der Box in den Campingstuhl und beantwortet die 1000 Fragen meiner Fans und unterschrieb bereitwillig alle Autogrammkarten. ;-)

Nach kompletter Aufsaugung der schwarzen Flüssigkeit kam Wolf Töns zu mir, fragte, wie es lief, sah es mir an und erklärte mir dann, wie es gleich beim Instruktorenfahren laufen soll. Ich hatte mich bereit erklärt, einer 6-Mann-Gruppe die Linie langsam vorzufahren, was dann auch super klappte.

Nicht viel später war dann auch mein zweiter turn angesagt. Jegliche noch in Restbeständen vorhanden Nervosität war verschwunden und ich fühlte mich wieder zuhause. Immer besser kam ich zurecht und irgendwann sah ich vor mir eine gelbe Kombi auf grünem Motorrad. Was war das? „Elle“ stand hintendrauf. 1 Buchstabe flatterte. Wahrscheinlich bremste ihn das so, dass ich problemlos vorbeifahren konnte und mich dabei wunderte.
Nach dem turn ging ich zu Box 4 und traf dort Elle, der mir dann erklärte, dass seine R1 bereits das Zeitliche gesegnet habe und MarcPeter sich netterweise mit ihm seine ZX10 für das gesamte Ledenon-Event teilt. Fettes Lob an dieser Stelle! Das ist alles andere als selbstverständlich!

Bild

Am ersten Tag lagen gesamt 5 turns an und so langsam merkte ich, dass ich schon länger nicht auf einem Motorrad gesessen hatte. Muskelkater kündigte sich an. Die Kollegen unterhielten sich bereits mittags über fehlenden Grip und wackelige Fahrwerke. Ich konnte da nicht mitreden, ich hatte genug mit mir selbst zu tun und war froh, dass alles lief und das Wetter mitspielte. Noch immer war es etwas kühl und auch die Reifen kamen nicht wirklich auf Temperatur. Ich senkte den Luftdruck deutlich, erst dann kamen die Reifen auf etwa 50°C.

Der laptimer funktionierte einwandfrei. Die Linie wurde immer runder und schon bald sanken die Rundenzeiten. Am Ende des ersten Tages stand dann eine 1.40,5 min zu Buche. Geht doch! Aber: Das ist noch mehr als 6 Sekunden langsamer als meine 2004er Zeit. Dass ich diese beim Wiederaufzünden nicht erreichen würde war mir klar, aber wie ich noch volle 6 Sekunden schneller fahren könnte, war mir unerklärlich....

Am Abend schmissen wir erneut den Grill an und genossen das Lotterleben in Südfrankreich.

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  • Jens Offline
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Beitrag von Jens »

sehr fein das :wink:
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Beitrag von Martin »

Jens hat geschrieben:sehr fein das :wink:
Danke!

Ich muss bei der Gelgenheit grad noch anmerken:

Die JOS-AHK funzte auch einwandfrei!
(warum auch nicht, ging 2004 ja auch...)
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Beitrag von Adler »

:P
solche Wiederaufzündungsevents habe ich leider schon 2x durch und das 3x bleibt mir nicht erspart. Aber Spass macht es einem immernoch. Wird wohl immer so bleiben :lol:

du hast ein Staubkorn auf dem Sensor in deiner Knipse 8) (oben neben der Mütze und der Laterne)
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Beitrag von AndiGixxer »

Adler hat geschrieben:du hast ein Staubkorn auf dem Sensor in deiner Knipse 8) (oben neben der Mütze und der Laterne)
Ach so, das ist ein Staubkorn...! :shock: Und ich dachte, es wäre der Elleduc. Hatte mich schon erschreckt. Aber wenn's nur ein Staubkorn ist...ok, immerhin ein recht Hässliches. :roll:
Lieber den Spatz in der Box als die Taube auf dem Dach
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Beitrag von hans rdk »

Hab mit dem Bild mit "Mann mit Mütze" grad Kinder
erschreckt auf der Strasse . Die laufen noch da wird es dunkel sein :lol: :lol: :lol: :lol:

Gruss Hans
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Manchmal ertappe ich mich dabei , wie ich mit mir selber spreche
und dann
lachen wir beide :-)
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Beitrag von Martin »

*grins*
Ja, Adler ich weiß, habe es (also das mit dem staubkorn) zuhause dann auch zur Kenntnis nehmen müssen. :-(
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Beitrag von Jens »

Martin
ich hätte einen Namen für das Foto :twisted: :twisted:
nächtliche Impressionen vom Gefängnishof

ja ja die Franzosen nehmen es uns immer noch übel das Adolf sie in ein Paar Tagen ..............................
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Beitrag von tomlang »

Hallo Martin,

hier :shock: also hast Du Deinen Bericht versteckt - schön geschrieben, und freut mich sehr für Dich!

Grüße vom zufriedenen Sitzbankaufpolsterkunden
Thomas
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