fraggle hat geschrieben: ↑Dienstag 5. Mai 2026, 22:13MM93 zieht mit der Hinterbremse das Heck nach „unten“, bzw. er versucht durch sein feinfühliges Betätigen (wofür er bekannt ist) der hinteren Bremse, mit diesem Beemsimpuls den Schwerpunkt weiter hinten und tiefer zu halten. Im Zusammenspiel mit der Vorderradbremse ergibt sich durch den tieferen Schwerpunkt weniger Gewicht (respektive Bremslast) auf dem Vorderrad. Das funktioniert im Zusammenspiel mit den “Ride height devices” natürlich noch viel ausgeprägter, als bei einem normalen Moped. Viel wichtiger ist dabei aber, dass es nicht nur um die reine Bremslast bei der Verzögerung auf der Geraden geht, sondern der Vorderreifen in Schräglage auch entlastet wird und man dadurch einen höheren Kurvenspeed fahren kann.
Lies mal nach, wie sich das Ducati bei ihrem Racing ABS beim Serienmoped zu Nutze macht. Die geben bei der Betätigung der Vorderradbremse einen kurzen Impuls (Millisekunden) auf die hintere Bremse, damit sich ebenfalls der Schwerpunkt nach unten verlagert. Dann erst greift die Vorderradbremse ein und Du hast weniger Last auf dem Vorderrad.
Danke!!
Könnte man wissen, würde man Ahnung haben. Dieses Prinzip haben früher schon zu Zwietaktzeiten die Protagonisten angewandt, zuerst auf die Hinterradbremse treten um das Heck abzusenken, weil man durch die Gewichtsverlagerung des Hecks nach unten vorne auch noch härter bremsen konnte.
Öhlins hatte mal einen elektronisch gesteuerten Dämpfer entwickelt, der genau das konnte, automatisch beim Bremsen das Heck abzusenken. Aber in weiser Vorraussicht wurden elektronische Fahrwerke verbotens. Getestet hat das damals ein gewisser Norick Abe auf seiner Werks-YZR 500. Das Prinzip muß hervorragend funktioniert haben.
Also fuhr man wie gewohnt weiter, die hintere Bremse zuerst mit dem Fuß zu betätigen bevor man vorne reinlangt!