Menschen mit grundsolidem Humorverständnis sollten erst gar nicht anfangen zu lesen....
Hier Teil 1 der FSK18-Version:
Die Spaghetti-Eisbären
Teil 1:
Marki und Michi lebten am Nordpol. Das war nicht besonders außergewöhnlich für Eisbären, aber ihr kulinarisches Leben war außergewöhnlich: Sie aßen nur Spaghetti, mit Tomatensoße!
Man kann sich, wenn man ein bisschen Phantasie hat, gut vorstellen, dass ihre Fressorgien ziemlich wild waren, und die beiden sahen danach aus als hätten sie gerade einen kompletten Damhirsch zerfetzt. Ihr ganzes Fell war rot, und ihre Artgenossen zollten ihnen deshalb Respekt und verehrten sie, weil sie natürlich dachten, die rote Farbe rühre vom Blut ihrer Opfer her.
Man kann sich, wenn man ein bisschen skeptisch ist, fragen, wo die beiden die Spaghetten her bekamen. Die Antwort lautet: Sie stahlen sie aus dem Vorratsraum der arktischen Forschungsstation mit dem Namen „Klitoralabdeckunsplane“. Sie hatten sich ein Loch gegraben, das direkt in den Vorratsraum führte, und bislang hatte das Forscherteam nichts von den Diebstählen bemerkt. Es waren ja auch nur Spaghetten...
Man kann sich, wenn man Pragmatiker ist, auch fragen, wie und womit die beiden die Spaghetten und die Tomatensoße gekocht haben. Hier lautet die Lösung: Sie haben am weißen Schneestrand von „Loco Beach“ Treibholz in Unmengen gesammelt und mit einem Vergrößerungsglas Feuer entfacht, das wohl dereinst von einem Briefmarkensammler verloren worden war. Der Nudelkochtopf war aus Blauwaldarm getiedelt, und der kleinere Topf für die Tomatensoße war früher einmal ein Eskimo-Nachttopf, im Schwäbischen auch Häfele genannt.
Marki und Michi lebten friedlich und fröhlich, bis zu dem Tag als Marki beim Spaghetti klauen erwischt wurde...........