Kurze Zeit später hatte ich Das Ding von Dainese mit dem sehr wartungsfreundichen Konzept "Einschicken" im Kofferraum. Und rechts neben mir den Klaus sitzen. Überraschenderweise kannte der eingebaute Navigationsgehilfe vom Super B das Etablissement und hatte längst kalkuliert, als Klaus noch vor sich hinscherzte. Fikko-Markt. Wir amüsierten uns wie eine Klasse pubertierender Sechsjähriger. Hart amüsiert halte ich noch an Box Nummer 1 und versuche in Richtung Robert mit den Händen ein A zu formen. "Fährst du nach Hause?"
Merke: das international anerkannte Handzeichen für "Zuhause" sieht aus wie das Zelt, was entsteht, wenn man vorhatte, ein "A" zu zeigen.
"AAAAAAAA", das heißt "A!", rufe ich ihm durch das Fenster zu. Lache dabei aber wahrscheinlich viel zu sehr über den Fikko-Markt. So sehr, dass Robert mich nicht ernstnehmen wird. Und mal wieder die Gruppengrenze streng nach Performanz ziehen wird. Und nicht nach Performanzpotential. Denn das könne ja jeder haben - und wie solle man das denn bitte messen. Er hatte ja recht. Aber ein kleines, ein klitzekleines bisschen Mitleid könnte er doch haben mit mir? Hoffnung haben, das konnte ich.
Der Super B rollt gemütlich auf das Einkaufszentrum zu. Und dran vorbei. Unter einer Brücke her, über die Karawanen von Fußgängern ziehen. "Vielleich ein Bahnhof?" Klaus tippt auf ein Fußballspiel. Über eine sehr interessante Abfahrt, die Gleise kreuzt, fahren wir dann von der Schnellstraße auf die Einkaufsstraße. Und dann nur noch hier rum und - ach, da ist es ja schon. Und ich muss schon wieder lachen. Direkt neben dem Werbeschild für "Biker's Crown" hängt das vom Fikko-Market, mit einem verdammt schnellen F und werbewirksamen Bildern von Obst und Getränken auf der Front. Wir sinnieren, was das wohl für ein Laden ist, und stiefeln zum Tresen von Biker's Crown.
Ja, nee, mit dem Airbag, also einen neuen verkaufen, das könnten sie wohl, aber was ersetzen, das ginge nicht. Klaus hatte nichts anderes erwartet. Egal, wie sehr ich gehofft hatte, dass wir den Airbag wieder flott bekämen, da war nichts zu machen.
Schade.
Die Sechstklässler waren extrem neugierig, was das für ein Laden mit diesem interessanten Namen war. Und meine einzige Sorge war, dass es sich um irgendein Kooperativengeschäft mit Kundenkonto oder so handelte, denn diese Sorte Markt war mir zum ersten Mal in Tschechien begegnet. Aber wir wollten ja eh noch was einkaufen. Bier und so. Und vielleicht (die Schiebetür geht auf), vielleicht "whoooooaaaah, was ist das?!?"
Wir waren im tschechischen Lebensmittel-Sonderpostenparadies gelandet. Und dann auch noch die Backwarenabteilung! Ich sacke sofort drei Mohnpuddingteilchen ein. Für Rudi schwatze ich Klaus den aus der Aldi-Aktion übriggeblienenen Ciambella Typ Zitrone auf, denn der Ösi muss bei Laune gehalten werden und bekommt immer einen Kuchen. Und dann gibt es noch dies und das und hier noch und...meine Hände drehen Verpackungen und meine Augen sichten Label.
Ich hätte Stunden in diesem Laden bleiben können. Leider mussten wir wieder los und noch ernsthaft Krempel wie Benzin und so besorgen. Aber den eingedosten Cocktail Sorte "Sex on The Beach" und das Bier für drei Cent (MHD überschritten, aber gewiss noch gut) musste ich noch einsacken.
Mit einer Tasche und einem Arm voll Kram wanke ich zum Auto. Klaus trägt einfach nur.
Fikko-Market - ein Laden für ganz besondere Bedürfnisse.
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über die es sich lohnt zu sprechen!
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- campari Offline
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Öfter mal die Hände waschen!!!
- campari Offline
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Gut versorgt lade ich den Klaus und sein Zeugs an der Box ab und begebe mich zum Grillabend neben dem Melonenhelmwomo. Ich fragte mich immer noch, ob der Helm jetzt für Melonen sein sollte oder aus Melonen. Oder ob es sich gar um Helme in der Trendfarbe "Melone" handelte?!? Ich kam zu dem Schluss, dass diese Frage ganz alleine für meinen Kopf bestimmt war und behielt sie dort, wo sie hingehörte: in meinem Kopf.
Erich hatte einen schönen Tag gehabt, war zufrieden und wollte immer noch das Langstreckenrennen fahren. Ich auch. Ich hatte extra dafür Tank eingekauft. Und Puddingteilchen mit Mohn. Und vielleicht ließ ich sogar eins davon übrig, für die Heimfahrt. Ich wäre ja schließlich wieder spät unterwegs und hätte bestimmt Hunger auf dem Weg nach Norden. Das mit den Puddingteilchen war also geregelt. Jetzt gab es erstmal Futter. Kuba tischte auf. Das meiste davon musste ich ablehnen, weil ich selbst noch genug zu Erhitzendes dabei hatte. Und mein Schnäppchenbier war richtig gut. Und sowas von Schnäppchen. Die Marge lag im Einkauf.
Hunger hatte am Ende niemand mehr. Ich hatte einen vollen Bauch, warme Muskeln und ausreichend Bier getrunken. Als ich mit dem Tretroller vom Zähneputzpipimachgang zurückfuhr, wurde mir bewusst, was ich sonst noch hatte.
Ich hatte eine ziepende Kaiserschnittnarbe. Es zog und brannte vor sich hin. Den Tag über war genug los gewesen, dass ich nicht darauf achten musste. Aber jetzt, jetzt war Ruhe, und das Brennen zog sich von links nach rechts durchs Becken. Ich atmete tief ein. Es war feuchter geworden, wärmer. Aber das war nicht der Grund dafür, dass diese Narbe mich malträtierte.
Das Wetter. Es würde sich ändern.
Erich hatte einen schönen Tag gehabt, war zufrieden und wollte immer noch das Langstreckenrennen fahren. Ich auch. Ich hatte extra dafür Tank eingekauft. Und Puddingteilchen mit Mohn. Und vielleicht ließ ich sogar eins davon übrig, für die Heimfahrt. Ich wäre ja schließlich wieder spät unterwegs und hätte bestimmt Hunger auf dem Weg nach Norden. Das mit den Puddingteilchen war also geregelt. Jetzt gab es erstmal Futter. Kuba tischte auf. Das meiste davon musste ich ablehnen, weil ich selbst noch genug zu Erhitzendes dabei hatte. Und mein Schnäppchenbier war richtig gut. Und sowas von Schnäppchen. Die Marge lag im Einkauf.
Hunger hatte am Ende niemand mehr. Ich hatte einen vollen Bauch, warme Muskeln und ausreichend Bier getrunken. Als ich mit dem Tretroller vom Zähneputzpipimachgang zurückfuhr, wurde mir bewusst, was ich sonst noch hatte.
Ich hatte eine ziepende Kaiserschnittnarbe. Es zog und brannte vor sich hin. Den Tag über war genug los gewesen, dass ich nicht darauf achten musste. Aber jetzt, jetzt war Ruhe, und das Brennen zog sich von links nach rechts durchs Becken. Ich atmete tief ein. Es war feuchter geworden, wärmer. Aber das war nicht der Grund dafür, dass diese Narbe mich malträtierte.
Das Wetter. Es würde sich ändern.

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- Vusi Offline
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OOh Andrea die Wetter Hexe! Aber in Most kann man ja schon mal gerne 14 Turns ausfallen lassen!