Zum Inhalt
NEU: Events vieler Veranstalter direkt auf R4F buchen. Bequem und einfach. Jetzt buchen

RGV 250 Aufbau - Optimierung - Einsätze

Der Bereich für Eure Projekte, Um- und Aufbauten. Auch Tips und Tricks zu Feinheiten, aber keine Standardthemen wie: so wechselte ich die Bremsbeläge.

Moderatoren: as, Chris

  • Benutzeravatar
  • Sheepy86 Offline
  • Beiträge: 135
  • Registriert: Mittwoch 17. Januar 2018, 11:17
  • Motorrad: RGV 250 VJ22B
  • Lieblingsstrecke: Most
  • Wohnort: südlicher Schwarzwald

Re: RGV 250 Aufbau - Optimierung - Einsätze

Kontaktdaten:

Beitrag von Sheepy86 »

Hier nun ein zwei Impressionen zur Anpassung der Sitzposition. Die Sitzposition der RGV ist sowie so schon sehr im Motorrad und nicht auf dem Motorrad. Was Zusätzlich mit meiner Körpergröße von 188cm, nie wirklich ein Wohlfühlmoment auf dem Motorrad erzeugte.

Also musste etwas an der Sitzposition gemacht werden, nachdem schon die Fußrastenposition 20 mm nach oben und ca. 25 - 30 mm nach hinten gewandert sind. Die Beine mussten dann schon eher irgendwie zwischen Hüfte, Tank und Fußraste gefaltet werden und die Beweglichkeit litt schon darunter.

Da mir der RGV Höcker von der Form nie so richtig gut gefiel. Habe ich mich nach etwas mit "geschlossenem" Sitz umgeschaut. Es sollte zu der klassischen RGV-Front passen und kein zu großer Bruch in der Linie sein.

Da ich ein großer Fan der TZten bin. Wurde es ein 4DP bzw. auch frühe 4TW Höcker. Also -97. Aber die Aufnahmen haben sich danach nie geändert und es könnte auch der große runde oder der runde Höcker ab '03 plug and play angebaut werden.
Plan 2026:

Mirecourt TP 55 25+26 April

IGK Most 19-21 Juni
Schleiz BiPro und IGK 24-26 Juli
IGK Hockenheim 18-20 September
  • Benutzeravatar
  • Sheepy86 Offline
  • Beiträge: 135
  • Registriert: Mittwoch 17. Januar 2018, 11:17
  • Motorrad: RGV 250 VJ22B
  • Lieblingsstrecke: Most
  • Wohnort: südlicher Schwarzwald

Re: RGV 250 Aufbau - Optimierung - Einsätze

Kontaktdaten:

Beitrag von Sheepy86 »

Also Ziel war es mehr Distanz zwischen Fußraste und Sitzfläche zu bekommen als es vor dem Nachobensetzen der Fußraste schon war. Also bin ich 40 mm + 5 mm für das Moosgummi weiter nach oben gegangen und um den Oberkörper besser hinter die Verkleidung zu bekommen 40 mm nach hinten.

Da ich mir im Frühjahr 2023 über die Maße nicht ganz klar war ob ausreichend oder übertrieben, habe ich am bestehenden Heckrahmen die Flex angesetzt und einiges entfernt. Ich wollte die Aufnahmen am Rahmen vorerst erhalten und habe dann an den was bestehen geblieben ist mit 10*10*1 Vierkantrohr aus simplen Stahl etwas zusammengebraten, was für den geplanten Ausritt in Most Sommer 2023 reichen sollte. Für später war eine leichtere Option aus Alu im Kopf. (Bis heute nicht verwirklicht :axed: )
IMG_0139.jpg
IMG_0141.jpg
IMG_0142.jpg
IMG_0143.jpg
Da nun der Knieschluss mit dem Tank natürlich gar nicht mehr hinhaute und diese dann oben auf der Kante anliegen würden, habe ich den Tank hinten auch um gut 20 mm höher gelegt.

Zu der Verteilung der elektrischen Bauteile im Höcker Stand 2023 gibt es keine Fotos.

Also geht es wegen Hausbau in 2024 gleich in 2025 weiter.
Plan 2026:

Mirecourt TP 55 25+26 April

IGK Most 19-21 Juni
Schleiz BiPro und IGK 24-26 Juli
IGK Hockenheim 18-20 September
  • Benutzeravatar
  • Sheepy86 Offline
  • Beiträge: 135
  • Registriert: Mittwoch 17. Januar 2018, 11:17
  • Motorrad: RGV 250 VJ22B
  • Lieblingsstrecke: Most
  • Wohnort: südlicher Schwarzwald

Re: RGV 250 Aufbau - Optimierung - Einsätze

Kontaktdaten:

Beitrag von Sheepy86 »

Im Frühjahr 2025 habe ich dann eine länger gereifte Idee umgesetzt. Kabelbaumanpassung!

Aus der Anpassung habe ich mich schnell entschieden, einen eigenen Kabelbaum zu bauen. Die Details sind eher amateurhaft ausgeführt und ich würde es hier nur teilen, wenn besonderes Interesse bestehen würde. Eine Fotodokumentation gibt es im Moment nämlich nicht. Also gebt Rückmeldung wenn es gewollt ist, dass ich es mal präsentiere.

Aber es wurde alles überflüssige rausgeworfen, und die Stromversorgung von der Temperaturanzeige und Deto-Counter vernünftig in den Schaltplan eingebunden.
Es wurde dann ein klassischer Blei-0,8 Ah-Akku verbaut. Und somit trotzdem ordentlich Gewicht gespart und das ohne teuer moderne Lithium-Ionen Technologie zu verbauen.
Zusätzlich wurde mit dem Kabelbaumbau das Standgasnebenluft-System rausgeworfen, weil man es offensichtlich auf der Streck nicht gebrauchen kann.

Sonst wurde nicht viel gemacht.

Also geht es mit wenig Änderungen in das Jahr um hoffentlich mal ohne Probleme ans Fahren zu kommen.
Plan 2026:

Mirecourt TP 55 25+26 April

IGK Most 19-21 Juni
Schleiz BiPro und IGK 24-26 Juli
IGK Hockenheim 18-20 September
  • businesskasper Offline
  • Beiträge: 950
  • Registriert: Samstag 23. Juni 2018, 14:36
  • Motorrad: XT660 R wie Racing

Re: RGV 250 Aufbau - Optimierung - Einsätze

Kontaktdaten:

Beitrag von businesskasper »

Handwerklich würde mich mal interessieren, wie man so 'n Kabelbaum strickt.

Schön außerdem, dass hier wieder Leben ist. :)
  • Benutzeravatar
  • Sheepy86 Offline
  • Beiträge: 135
  • Registriert: Mittwoch 17. Januar 2018, 11:17
  • Motorrad: RGV 250 VJ22B
  • Lieblingsstrecke: Most
  • Wohnort: südlicher Schwarzwald

Re: RGV 250 Aufbau - Optimierung - Einsätze

Kontaktdaten:

Beitrag von Sheepy86 »

Anfang Juli bin ich dann das erste Mal für das Jahr auf die Strecke gegangen. Ich habe zwei Tage beim BoSee Team am Anneau du Rhin 3,0 gebucht. Ester Tag war bei im Rahmen des BoSee Classic, was sowohl zum Material als auch zum erstmal Reinkommen gut war.

Donnerstag am späten Nachmittag habe ich nach der Arbeit den Anhänger angekuppelt und bin bei bestem Wetter entspannt Richtung Frankreich. Nach gut 1,5 stündiger Fahrt bin ich dann angekommen und habe mir in der Abenddämmerung ein Plätzchen gesucht und nach dem Aufbau und einer kleinen Stärkung wurde es dann auch dunkel. Ich habe dann noch einmal einen Plan für die für mich neue Strecke im Kopf gemacht und bin dann pennen gegangen.

Dann habe ich zufällig ein Vereinskammrad mit seiner damaligen NF4 (Honda RS 125 -‘94) im Fahrerlager getroffen. Zusätzlich auch noch ein weiteren neuen Bekannten, der mit einer 125er TZR und einem RD 250 LC Umbau vor Ort war.

Zum Fahren ging es dann morgens nach der Fahrerbesprechung los und ich habe mir zunächst entspannt die Strecke angeschaut und gehofft, dass ich keine Fehler in den Kabelbaum gestrickt habe. Motorrad lief aber gut und es gab keine Auffälligkeiten.

Im zweiten Turn habe ich dann versucht die Bremspunkte ambitionierte zu setzten und ein zwei Stellen, die ich noch nicht so recht verstehen wollte zu verstehen. Die Ganganschlüsse passten aber einfach an zu vielen Stellen einfach nicht. Also sofort nach dem Turn die Übersetzung kürzer gemacht. Also kurz Hinterrad raus, Kettenrad mit einem Zahn mehr auf den Kettenradträger geschraubt, zusammengebaut, getankt und meinen Körper bei steigenden Juli Temperaturen dehydriert.

Dritter Turn war dann natürlich wieder neu mit anderen Schaltpunkten und höheren Gängen in einigen Kurven. Aber siehe da trotzdem 2,5 Sekunden schneller.

In der Mittagspause dann eine leichte Stärkung. Mental an den zwei drei Stellen die ich mir für den Nachmittag vornahm gearbeitet. Da ist die Zeit dann um über 5 Sekunden weiter auf eine 1:42 gefallen.

Im letzten Turn bin ich dann irgendwie mit der oben genannten NF4 zusammengekommen und diese ist auf der Geraden natürlich leichte Beute (anders als so manche NX4). Trotzdem kam ich weder so recht vorbei noch habe ich mich damit zufriedengegeben, auf der langen Geraden vorbei zu kommen und dann in den Kurven ausreichend breit im Wege zustehen und habe die Chance genutzt und ein wenig Linie und wo geht was studiert. Also schön etwas von dem schwächeren Motorrad ziehen lassen. Und am Abend stand dann eine 1:39,5 da. Als Tipp an die ganzen Big Bike Fahrer wenn ein schwächeres Motorrad an euch von außen in der Kurve vorbei zieht, einfach mal das Ego stecken lassen die Penisverlängerung Penisverlängerung sein lassen und schauen warum das passiert was nicht passieren sollte. Einfach mal auf der Geraden dahinter bleiben und zuschauen.

Also war ich mit einem Tag mal zufrieden. Was in den letzten Jahren ja nicht so häufig war. Also das Moped für den nächsten Tag vorbereitet, etwas zu Abend gegessen, neue Gruppen Aufkleber für Samstag geholt und dann ab zum Duschen. Als ich zurückkomme steht mein für den Samstag u. Sonntag angereister Nachbar und eine weitere Person in meinem Pavillon um die RGV herum. Ich frage, ob ich denn helfen könnte?
Es stellte sich heraus, dass die mir da noch unbekannte Person eine lange nationale und auch internationale (EM) Motorsportvergangenheit in der 125 ccm Klasse hatte. Er auch ein aus damaliger Zeit Bekannter eines Vereinskameraden (zweifacher deutscher Meister in den kleinsten Klassen) ist. Es entwickelte sich ein nettes Gespräch über die Rennerei und nette Zweitakt-Projekte und Namen aus der Szene. Oli so sein Name offenbarte dann auch noch, dass er eine YZR 500 Replika im Aufbau habe. Ich wiegelte natürlich ab und sagte dann RG Motor mit dann wenigstens Yamaha Zylindern und der entsprechenden YZR Verkleidung? Nein, nein. Die Basis ist tatsächlich ein RD 500 Motor, was doch mehr als ungewöhnlich ist und ob es die beste Idee ist habe ich mehr als angezweifelt. Das Motorrad sollte ich dann dieses Jahr 2026 live und in Farbe zu sehen bekommen haben. Dazu dann mehr.

Also gegen halb zwölf dann aber endlich schlafen, wir haben morgen ja noch etwas vor.

Der zweite Tag verlief dann nicht ganz so unauffällig wie der Vortag. Während des Vormittags schlichen sich mehr und mehr Detos auf dem linken Zylinder ein. An der Abstimmung war nichts geändert und das Wetter war auch identisch. Es waren aber doch nur vereinzelte Signale. Also weitermachen und beobachten.

Dann noch ein ganz ekelhafter sehr magerer Lauf beim Warmlaufen lassen. Also aus einem niedrigen Teillast, TPS auf 100 % zeihen und im mittleren Drehzahlbereich macht es dieses typischen ungesunde wäaann wännn wännn. Man weiß was gemeint ist oder man weiß es nicht. Es ist nicht das normale wänn wänn wänn eines Zweitakters beim Warmlaufen durch das Gasgeben gemeint.
Der Nachbar aus dem Zelt nebenan machte natürlich die typischen Schaulustigen Videos über einen Zweitakter beim Warmmachen und fragte warum ich so ernst schaue? Und ich aufklären musste, dass es sich massiv scheiße anhört. Er meint klingt doch gut.

Im anschließenden Turn wurden dann die Detos mehr und auch meine Deto-Intesitätslampe machte dunkel rot. Aber weiterhin ausschließlich nur links und am Ende der Geraden wenn ich vor der schnellen Rechts vom Gas gehe. Auch komisch???
Cockpit mit allem wichtigem. Drehzahlmesser, Temperatur, Deto-Counter und Intensitätsleuchte. Hauptkippschalter.
Cockpit mit allem wichtigem. Drehzahlmesser, Temperatur, Deto-Counter und Intensitätsleuchte. Hauptkippschalter.
In der anschließenden Mittagspause habe ich dann mal Tank runter, Airbox weg,.. weil man hat ja schonst nichts zu tun. Vergaser gezogen um die anzuschauen und da ist der Übertäter nicht der Vergaser. Drei von den vier Schrauben der Ansaugstutzenverschraubung und damit auch der Membranblöcke waren lose. Das hätte arg ins Auge gehen können. Jetzt ist aber auch das Abmagern und der Ort der Detos auf der Strecke klar gewesen.
Also waren die weichen, japanischen Kruezschlitzschrauben, die ich im Winter ersetzt hatte doch zwei Millimeter zu kurz und haben sich gelockert. Also flott durch ausreichend lange Schrauben ersetzt. Dies waren normale M6 mit Außensechskant und wurden deshalb im Winter nicht ausgewählt. Also längere M6 Schrauben mit Innensechskant bestellen.
IMG_4424.jpeg
IMG_4422_1.jpeg
Nach einer durchschrauben Mittagspause verlief es dann am Nachmittag weiter gut. Die Zeit konnte ich im vorletzten Turn dann um weitere 3,5 Sekunden drücken. Im letzten Turn wurde es dann nicht mehr schneller. Asphalt und Luft waren dann schon ordentlich heiß. Und der Körper konnte nach den ersten knapp zwei Tagen im Jahr auch nicht mehr so recht.

El_Rubio86 seht ihr wieder am Nürburgring beim MSC Porz 2025.
Plan 2026:

Mirecourt TP 55 25+26 April

IGK Most 19-21 Juni
Schleiz BiPro und IGK 24-26 Juli
IGK Hockenheim 18-20 September
  • Benutzeravatar
  • Kurvenjunkie Offline
  • Beiträge: 3410
  • Registriert: Freitag 4. November 2005, 17:53
  • Motorrad: 2 X TC 105 Pitbike
  • Lieblingsstrecke: Brno, Harzring
  • Wohnort: Chateau Reibach

Re: RGV 250 Aufbau - Optimierung - Einsätze

Kontaktdaten:

Beitrag von Kurvenjunkie »

businesskasper hat geschrieben: Sonntag 12. Juli 2026, 16:38 Handwerklich würde mich mal interessieren, wie man so 'n Kabelbaum strickt.

Schön außerdem, dass hier wieder Leben ist. :)
Ist das ernst geneint?
Mieten. Aufsteigen. Spaß haben. 🏁
https://www.instagram.com/rent_a_pitbike/
  • Benutzeravatar
  • Sheepy86 Offline
  • Beiträge: 135
  • Registriert: Mittwoch 17. Januar 2018, 11:17
  • Motorrad: RGV 250 VJ22B
  • Lieblingsstrecke: Most
  • Wohnort: südlicher Schwarzwald

Re: RGV 250 Aufbau - Optimierung - Einsätze

Kontaktdaten:

Beitrag von Sheepy86 »

Ende Juli ging es dann in die Eifel. Eigentlich war es ein unauffälliges Wochenende, wenn da nicht der Fakt wäre, dass auch im Sommermonat Juli in der Eifel alles passieren kann.
Für das Wetter kann die Strecke aber ja nichts. Also es wurden zwar für das zweite Rennen auch Regenreifen rausgeholt werden. Aber eigentlich ist der Zustand einer der beiden großen Strecken in Deutschland eigentlich mehr als schwach.

Also vom Hören Sagen, war die Vorveranstaltung von einer Motorrad Marke aus Italien, die viele rote Motorräder verkauft, wohl schon eine "Shit show" Wie der ein oder andere vielleicht weiß ist im Juli auch der Truck GP am Ring. Dies ist tatsächlich für den Grip der Strecke nicht sonderlich förderlich und es war recht viele Flüssigkeiten auf der Strecke verteilt worden, die lieber im Motorverbleiben sollten. Man munkelt, dass bei der Vorveranstaltung gleich zu Beginn der ganzen Sache bis zu vier nicht so preiswerte Zweiräder gleich mal in der MB Arena in den Kies versenkt wurden.
Nach Aufforderung an die Streckenbetreiber das Öl abzureinigen, wurden zwei Reigungsmaschinen angefordert, die zwei Stunden Anfahrtszeit hatten. :axed:

Naja so ganz recht hat das dann für das Wochenende nicht gereicht und bei sehr wechselnden Bedingungen und auch ordentlich Wasser auf der Strecke hat sich in der MB-Arena immer wieder Öl aus dem Asphalt ausgeschwemmt. Die Veranstaltung stand recht knapp vor dem Abbruch.

Ja wir betreiben einen Sport der außen stattfindet aber das war schon bitter. Speziell für eine Strecke die internationalen Standards entsprechen möchte.

Dabei möchte ich es aber mit dem Meckern auch belassen.
Plan 2026:

Mirecourt TP 55 25+26 April

IGK Most 19-21 Juni
Schleiz BiPro und IGK 24-26 Juli
IGK Hockenheim 18-20 September
Antworten