Eine Lange Saison

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Eine Lange Saison

Beitragvon theSporadic » Samstag 27. August 2022, 14:17

Da sich die Saison so langsam zum Ende neigt für mich und nurnoch 2 Events ausstehend sind, will ich doch auch mal ein paar Sätze zu allem hinterlassen.

Vorab zu mir:
27 Jahre jung und mittlerweile ist es meine 5te Saison auf der Rennstrecke, wobei ich bis 2021 maximal 3/4 Events a 2 Tagen gefahren bin. Seit 2021 gehöre ich zu dem Team von EYBIS und fahre entsprechend auch eine S1000RR des jeweiligen Jahres.

Preseason:
Um diesmal nicht wie der letzte Dulli zu fahren beim ersten Event, hatte ich im Winter über meinen Kollegen https://pitbike-motorsport.de/ ca. 1x pro Monat Pitbike gefahren, so bleibt man wenigstens etwas im flow. Da der Winter ohnehin recht lächerlich war für schwäbische Verhältnisse konnte ich meinen alten Panzer von R1 auch schonmal etwas über die Straße prügeln - zwar Schwabe im Herzen aber wegen den 30 EUR weniger bei Saisonkennzeichen...
Des Weiteren war der Plan, dass dieses Jahr alles besser werden soll als 2021-fahrerisch.
2021 lief nämlich nicht so gut, kein Vertrauen ins Bike und insgesamt ziemlich unwohl gefühlt, woran es lag? Keine Ahnung, vielleicht eine Mischung aus erster eigener Wohnung, neuem Arbeitgeber und Umzug 400km weit weg von der Heimat ohne jemand zu kennen - defacto= Stress.
Da ich letztes Jahr Oktober und über den Winter eine relativ sportliche Aufbauphase fürs Bodybuilding hatte und mit immerhin 120kg nackt da stand, sollte auch etwas Gewichtsoptimierung her. Diätbeginn sollte der 01.02.2022 sein, warum ausgerechnet da? Weil ich am 23.01.2022 meine Prüfung zum Underwriter hatte und vorher mir den Kopf frei halten würde, außerdem war das eine schöne Zahl :D Auch sollte die Ausdauer mehr im Fokus stehen, habe mir also immerhin 30min am Fahrrad und 30min Laufband für 4x die Woche auferlegt.

Zu Beginn der Saison und dem ersten Event in Mettet im Juni stand ich dann mit immerhin 98kg vor der neuen BMW.

Aussage meiner Kollegen - neue Bremse - geil! Die hatten schon in Brünn etwas angetestet.



Also denn, erstes Event Mettet im Juni:
Bestes Wetter - ich erinnere mich an solide 26 Grad und Sonne ohne Ende.
Viele bekannte Gesichter und Bekannte waren auch wieder am Start.
Wie so ziemlich immer in Mettet, war die Nachfrage nach Instruktion enorm groß - vermutlich weil viele hier ihre ersten Gehversuche machen. Bedeutete im Umkehrschluss für mich, viel fahren von Instruktion, ohne sich selber mit der BMW vertraut gemacht zu haben. Na gut, für Gruppe C/D reicht das auch ohnehin :D :assshaking:
Noch am Abend der Anmeldung hatte sich Steffi (Freundin von Marvin) vom Kiesbettkommando ebenfalls für Instruktion bei mir gemeldet, da Steffi aber durchaus sehr zügig ist, musste ich Sie auf den Nachmittag vertrösten. Marvin habe ich dann lieb gefragt, ob er mir noch das Fahrwerk einstellen können, was er auch getan hat. Wir konnten immerhin die Vorspannung in etwa so einstellen, wie BMW sich das auch gedacht hat.

Jetzt bin ich ja wieder bissl in der Zeit gesprungen :|

Also Tag 1 - Instruktion bis Mittags - passt, kann ich mich mal locker mit dem Bike eingrooven
Nachmittags dann weiter Instruktion, aber auch mal eigene Turns, da wo platz ist in den Gruppen.
Erster eigener Turn mit der BMW und quasi noch beim einrollen, zack 1.14...emm ok?
"Marco is our timekeeping broken?" No its not!
Ok emm, fühlte sich langsam an, aber gut nehm ich :D

Die Instruktion mit Steffi war dann auch lustig, sind glaube konstant 18er bzw. 19er Zeiten gefahren - Sie halt mit einer alten R6.
Hatte am Ende von Tag 1 auch nochmal einen Turn für mich - Zack 1.13, mh ok, nehm ich auch.

Auch wenn viel Instruktion in Gruppe C/D war und lediglich mit Steffi in B, aber des schlaucht schon, Konzentration geht eben doch auch iwo auf den Körper oder so :D
Resümee Tag 1 - läuft und Kondition spielt auch mit.
Ich persönlich empfinde Mettet als anstrengendste Strecke, einfach weil man keine Pause dort hat - Geraden zu kurz.
Abends gabs dann noch lecker Burger von der Burgerbude oben bei der Tanke, kann man empfehlen 8)

Tag 2/3 liefen quasi wie Tag 1, lediglich das ich an Tag 3 auch keine große Motivation mehr hatte noch viel zu fahren.
Dementsprechend hatte ich am Tag 3 nurnoch ein paar Fotorunden gedreht. Tag 2 hatte ich dann meine PB auf 1.12 verbessert, was immerhin schon schneller als 2021 war - hier waren es nur 1.15 :banging:
Steffi hatte sich immerhin auf eine 1.17 verbessert und ich bin mir sicher, da wäre auch noch ne 15 drinne gewesen :P

Achja Mettet - hier hab ich mich dazu überreden lassen mal den Metzler TD zu testen.
Aufgrund meiner überaus durchweg positiven Erfahrungen mit dem CompK, habe ich den nur hinten drauf gemacht, da hat die BMW ja immerhin TC :D
In Mettet sag ich mal, ist der Reifen ok, er hat zwar nicht diesen brutalen Grip, aber man lernt "runder" fahren. Für Anfänger ohnehin nicht verkehrt. Vorne wollte ich allerdings erstmal beim K1 bleiben.

Rückreise von Mettet war noch den Sonntag Abend - kam dann gg. 1 Uhr Nachts an und dürfte mich um 7 auf die Arbeit schleppen :axed: Ich bin absoluter Langschläfer, für die wo es nicht wissen :D

Und wie sagt man so schön, nach der Rennstrecke ist vor der Rennstrecke.
Bremsentestzentrum GP stand bereits wieder am Wochenende an - einziger Wehrmutstropfen: Ich wohne quasi ums Eck :alright:

Kurze Zusammenschnitt aus Mettet 1:
https://www.youtube.com/watch?v=Lbae3Nj ... poRadiiCR1

TBC

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Re: Eine Lange Saison

Beitragvon theSporadic » Montag 29. August 2022, 10:41

Weiter im Text.

Wie schon erwähnt, stand bereits das Wochenende nach Mettet der HHR an.
Wetterbericht herrlich, sofern man Backofen mag, 40 Grad gemeldet :axed:
In weiser Voraussicht, habe ich mir mal rund 30L Flüssigkeit eingepackt.

Anreise wie immer einen Tag vorher Nachmittags und wie immer isses zum kotzen gewesen, wenn man Richtung Stuttgart muss, wieso es immer da bei 4 spurig etc. Stau gibt, kann nur daran liegen, dass eine unheilige Allianz von Kennzeichen aufeinander trifft (BL,KA,TÜ etc.), anders ist das nicht zu erklären. Somit brauchte ich statt 2std ganze 3std bis an den Hockenheim...

Dort angekommen konnte ich schon den einen Teil vom Team erblicken und wir sind auch direkt rein, da war dann bereits durch die anderen die Box fast fertig aufgebaut :dancing: Sprich, weniger zutun.

Abends noch die Anmeldung gemacht für die Deutschen, der Plan war es mit Frank zusammen zu machen, aber gefühlt hatte er jedem einen Roman erzählt und ich in der Zeit wo er einen macht, hatte ich 30 gemacht - für die wo da waren, ich hoffe das ist euch auch so vorgekommen, dass die Anmeldung schnell ging.

Nach der Anmeldung wurde das Nachtquartier in der Box bezogen und bei milden 36 Grad ließ es sich auch hervorragend schlafen, NICHT.

Am nächsten Morgen hatten wir bereits um 7:00 rund 24 Grad und während meiner Morgenroutine konnte euch die bezaubernde Dame auf deutsch weiterhlefen :lol:
Fahrerbesprechung wieder die üblichen ermahnende Worte, jedoch sollten diese sich leider als wirkunglos entpuppen. Bereits im Turn 1 der Gruppe A lagen die ersten nach einer Runde auf der Nase - dafuq? Lasst es doch langsam angehen, auch ein MM93 fährt im FP1 keine Bestzeit :bang:

Ich entschied mich erst den zweiten Turn zu fahren und dann mal geschmeidig in Gruppe B zu beginnen, zum einrollen sollte das ja locker passen. In meinem ersten Turn stand dann immerhin schonmal eine 57 aufm Schirm.
Der TD am Hinterrad aus Mettet sah auch noch recht passabel aus, wenn er auch auf der linken Seite gefühlt nur am siffen war, was aber bekanntermaßen für den HHR jetzt nicht so kriegsentscheident ist. Turn 2 für mich war geplant mit RANIC rauszufahren und ein paar tolle Aufnahmen zu machen, also Bikes präperiert und Kameras mit Draht etc. gesichert - safety first! Gesagt getan, war aber ein wenig schwer beisammen zu bleiben, da wir leider in einen Pulk gekommen sind, wo sich keiner so recht überholen wollte. Da wir zum Team gehören und natürlich vorbildlich fahren sollen, haben wir entsprechend meißt nur auf den Geraden überholt wo viel Platz war. Es sind dennoch ein paar gute Aufnahmen entstanden und ich konnte da auch geschmeidig eine 56 rausfahren.

Der Tag ging so seiner Wege, die vielen Stürze und daraus resultierenden Abbrüche wurden ja hier schon zu genüge beklagt. Warum das fast immer so am HHR ausartet weiß man nicht, andere Strecken sind nicht so. Was vor allem sehr Schade war, dass viele Stürze nicht nur einen selber mit ins Verderben gerissen hatten :/
Mittags stand das Thermometer bei 37 Grad und entsprechend war eine gewisse Müdigkeit im Fahrerlager zu erkennen und die Gruppen waren auch kleiner ab der Mittagspause, vermutlich weil viele pausiert haben.

Bin dann Mittags auch noch bissl gefahren, aber habe auch nicht die riesen Motivation gehabt mich am HHR zu verbressern, eher wollte ich Material schonen, wodurch ich lächerlich frühe Bremspunkte und lange Rollphasen gewählt hatte. Einzig positives dadurch, ich konnte mich mal mehr auf die Linien konzentrieren, vor allem Parabolika hatte mir früher immer mal Probleme bereitet, dieses Jahr garnicht.

Tag 1 endete quasi so wie er begonnen hatte, heiß mit viel Unfall.
Leider waren auch bereits erste Testbikes von den Kunden zerschossen worden :cry:

Abends gab es natürlich das übliche Dummgeschwätz mit den Kollegen bevor wir uns dann in den viel zu warmen Schlafbereich begeben hatten - habe ganz verdrängt, was wir den Abend gegessen hatten :D

Tag 2:
Nach nochmaliger Erinnerung an die Teilnehmer es doch ruhiger angehen zu lassen innerhalb der Whatsappgruppe, wo auch bereits einige Fahrer am Tag 1 von der Veranstaltung ausgeschlossen wurden (Rote Flagge ignoriert und so ein Spaß), ging es weiter. Es war heiß, sogar noch heißer, drückender und insgesamt so bäh. Immerhin war der Kombi zwischenzeitlich getrocknet.
Ich rollte die Turns vor mich so rum, nochmal paar Aufnahmen für Youtube etc mit Ranic gemacht und so richtig Lust hatte keiner mehr von uns zu fahren :D Ab Turn 4 war die einheitliche Entscheidung, lassen wirs, Reifen schmieren und viel zu warm. Der TD war auch am Ende, wurde also entsorgt und ich schmiss den K1 drauf um den noch wenigstens in einem Turn anzufahren. Ich weiß nicht welcher Turn, aber in einem Turn fahre ich in die Parabolika und sehe ein riesiges Trümmerfeld - WTF ist hier passiert? Immerhin stand der Fahrer... Was hier passiert war, konnte ich hier später herausfinden.

Also Tag 2 somit beendet für mich, viele Teilnehmer waren auch schon am pausieren, sodass wir die letzten 90min Open Pitlane machten, was leider von kurzer Dauer war, da eine DUCATI (was auch sonst) einen Motorschaden oder so hatte und die Strecke ordentlich eingesifft hatte... :roll:

Wir packten ein, ich fuhr Heim, Richtung München genauso scheisse wie andersrum und kam immerhin Abends pünktlich Heim um noch meine Pizza zu kriegen :D

Randnotiz, auch wenn die Gruppen groß waren, fand ich es dennoch möglich dadrinne frei zu fahren ohne dauerhaft genervt zu sein, Problem war es lediglich, wenn man in ein Pulk aufgelaufen ist, aber das hat man auch auf Strecken wie Assen wo nur 45 Leute raus dürfen ;)

Nun gab es wenigstens etwas Pause bevor es zum Red Bull Ring geht.

Hier noch ein kleines Video zum HHR:
https://www.youtube.com/watch?v=R_9ybL1gy1g

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Re: Eine Lange Saison

Beitragvon theSporadic » Donnerstag 8. September 2022, 16:55

Weiter gehts.

Nach der Rennstrecke ist vor der Rennstrecke und für mich ging es endlich wieder los und an eine neue Strecke, den legendären Red Bull Ring.

Anreise wie immer ein Tag vorher und trotz fürchterlich schlechten Autofahrern (quasi alle mit Kennzeichen aus Österreich) kam ich recht gut nach 5Std. an.

Vorort nochmal alles vollgetankt und die böse Überraschung, der ADAC hat mal wieder gelogen, Österreich ist sau teuer...
Naja egal, Spaß kostet halt...

Im Gepäck noch einen neuen K1 und einen noch guten von HHR auf der BMW.

Fahrerlager und die ganze Anlage just wow, richtig schön gelegen :)
Was hören meine Ohren da, klingt doch verdammt nach einem MotoGP Bike...
Und tatsächlich war KTM mit Pedrosa und Kalio am testen, Folger war auch da aber kp wieso...

Nachdem wir uns alle vom Team einen Hörsturz geholt hatten, konnte der Aufbau erfolgen.
Der Hörsturz sollte für die abendliche DB-Kontrolle noch von Vorteil sein.

Einschreibung ging glaube wiedermal recht zügig für alle, zumindest für alle deutschsprachigen, die waren schließlich bei mir :D :assshaking:

DB Messung noch am Abend, Email vorab und Info auf der Website - 98DB und nur mit DB Killer bei nachrüst.
Anscheinend gab es viele Leute mit massiver Leseschwäche und es rollten auch einige Bikes von jenseits gut und bös vor...für die war die Veranstaltung dann schon vorbei bevor es los ging...kleine Toleranz gab es.
Der Kracher war ein Italiener mit seiner 100% originalen Auspuffanlage ala feinste SC Project by AliExpress...alleine im Stand ohne Gas beachtliche 106db...mit Drehzahl 114db...das war noch als der DB Killer drinne war, als er einen kurzen Gasschub gab, flog das Qualitätsteil raus - Flopp da flog es :D dann waren wir bei 110db im Stand :axed:

Ich entschied mich recht früh schlafen zu gehen und am nächsten Tag anzugreifen, Strecke kannte ich ja noch nicht

Tag 1:
7:00 Uhr, Kippe Kacken, verdammt du hast das Klo schon wieder verstopft... warum haben die auch so nen kleinen Durchlass :oops:
Einschreibung für die Nachzügler ab 7:30 und ich saß pünktlich um 8:20 auf meinem Bike, nachdem ich mein Briefing für die deutschsprachige abgehalten hatte. WIe immer mein übliches bla bla wie auch am HHR aber hier hörte man auch zu - gut ich ergänzte, dass diejenigen die sich vor Mittag auf die Fresse legen, sich in der BOX melden müssen und von mir eine Ohrfreige kriegen. Spoiler Alert - kein Sturz bis Mittags! :D

Ok also 8:20 wir geben Gas, Ausfahrt Boxengasse, huch das ist aber schmal, wie kommen die F1 Boliden hier rum, egal, GAAAS...Zaghaftes frühes Bremsen, verdammt gehts hier bergauf, kennt man ausm TV so nicht...Oha was kommt denn da für ne Steilkurve rechts, ich seh ja garnicht wo ich hin muss...egal, rollst dich ja eh ein :D

Red Bull ist an sich ja nicht schwer, Geradeaus, Rechts, Geradeaus, Rechts, Geradeaus, Rechts und dann mal links bevor wieder nur Rechts...kann man sich durchaus merken :D

Oben dann erstmal wieder Gas auf die Gerade, huch hier gehts aber richtig bergab, kommt im TV garnicht so rüber und gefühlt fahren die im TV auch länger geradeaus, kommt mir kurz vor....rein in die Rechts wo man vom 2ten bis in den 3ten Gang voll durchladen kann. Ich erahnte, dass wird meine Stelle, genau wie die darauffolgende Passage - Doppellinks in die Rechts, durchladen und in die Rechts vor Boxeneinfahrt und wieder Rechts.

Nach 20min erster Turn geschafft... 1.43 am Plan...eh ok, kp ob das jetzt gut ist...

Kurze Analyse mit Marco von Eybis - "Da brauchst nicht bremsen, da einfach Vollgas erster Gang" mh mh, alles klar, mach ich dann erstmal definitiv nicht so :D Marco war nämlich mal richtig schnell in der belgischen Superbike :lol:

Während unseren Gesprächen, qualifizierten sich die ersten Pappnasen schon für ein frühzeitiges Ende Ihrer Veranstaltung - bei roter Flagge (Ende vom Turn) überholt und mein persönlicher Depp des Tages - Wheelie in der Pitlane bei 100kmh. And we say Bye Bye :bang:

Nachmittags bin ich dann bissl mit Marco raus, der hat mir hier und da noch was gezeigt, aber iwie wollte der Red Bull Ring nicht in meinen Schädel, das rausfeuern auf die Geraden nach den Rechts war nicht meins, lediglich die oben angepriesene Passage war meins... Der Tag verlief dementsprechend so naja, aber immerhin kam ich auf die 39er Zeiten...laut Timing garnicht soooo schlecht.

Am Abend entschloss sich unser Team eine Runde zu grillen, der BBQ_Grill wurde extra eingeladen.
Es folgte Dummgeschwätz und Mr.Fressraupe aka Ich :band:

Tag 2 vom Red Bull Ring stand an.

Zum morgen gabs erstmal wieder neue Reifen...
Ich hätte vlt erwähnen sollen, dass ich bereits am ersten Tag den noch guten K1 verfeuert hatte, also morgens wieder neuen drauf und direkt mal vorne nen neuen SC1, der K1 vorne war ja auch schon etwas betagt.

Spoiler: Red Bull Ring frisst Reifen, hätte ich auch direkt erwähnen können...

Also erstmal gemütlich den Reifen einfahren im ersten Turn, also nix besonderes.

Turn 2, konnte ich mich ganz gut durch die Gruppe kämpfen, lief dann auf ein paar Neonfarbene Kombis auf und noch einen. Bei Turn 2 oben am Berg setze ich zum überholen an, die beiden waren sehr weit innen und weg von der Ideallinie, also Gas und außen vorbei, doch was ist da? Da steht einfach einer gefühlt komplett auf der Ideallinie, durch die beiden und die Steigung konnte ich ihn erst spät sehen und geradeso ausweichen :huh: https://www.tiktok.com/@thesporadic/vid ... _webapp=v1

Alter Verwalter war das knapp und warum zum fick steht man da so doof rum? Es ist die scheiß Ideallinie!

Puls und das Richtig! Leider die Nummer von dem Deppen nicht erkannt, ansonsten hätte es ne ordentliche Ansprache gegeben. Das war knapp, sau knapp :bang: :banging:

Da haben UNS meine jahrelangen Call of Duty Reaktionen massiv gerettet :roll:

Nach dem Schockmoment war ich immerhin richtig wach.
Leider habe ich die Nacht nicht wie üblich von der Strecke und Ideallinie geträumt, somit fuhr ich da immernoch etwas seltsam hier und da, bzw. nicht unbedingt den schnellsten Stiefel.

Turn 3 ging ich nochmal mit Marco raus.
Fazit vom Turn durch Marco: Du bist massiv schneller bei den Kurven nach der Geraden, aber auf der Geraden verlierst du. Warum ich verlor? Zum einen weil ich der Wheeliecontrol nicht vertrauen wollte und dadurch immer früher schaltete, auch wollte ich die Kurven patou nicht im ersten Gang aufreißen, da lag aber bestimmt noch etwas Zeit rum - oh well :assshaking:

Turn 4 nachdem ich ja von Marco auch hier und da nochmal was abgucken konnte, kam ich immerhin auf die 38er Zeit, in der späteren Videoanalyse sollte ich auch noch Zeit entdecken, aber die erfolgte Zuhause. Wie so oft, ich komme wieder keine Frage. Realistisch wäre damit vlt. eine 36 oder gar besser drinne gewesen.

Warum kann der Red Bull Ring auch nicht komplett so sein wie meine Lieblingssektion? :D Dann wäre ich schneller hehe. Nach Turn 4 war der K1 wieder komplett runter, Indikatoren weg, whoopsie, naja egal, für einen Turn reichts noch, rutscht halt mehr :D Entsprechend gabs auch keine Verbesserung mehr, allerdings eine menge Spott vom Team, weil mein Reifen wieder weg war, die sind irgendwie voll die Reifenflüsterer :rock:

Bike abgestellt und wir begannen mit dem Abbau, war relativ schnell erledigt, bis auf das doofe Anhängerschlafwohndingen von Frank (Inhaber EYBIS), wer auch immer sich sowas ausgedacht hat, just wow...
Die Jungs wollten noch ne Runde ins Restaurant am Red Bull Ring, allerdings nutzte ich die noch frühe Zeit und beschloss Nachhause zu fahren - war immerhin um 11 zurück :riding: Es waren auch nicht so viele schlechte Autofahrer auf der Straße :band:

Der Red Bull Ring hat defintiv seinen Reiz, hätte ich nicht gedacht, weil ich den HHR absolut scheiße finde.
Verschleiss allerdings massiv...ein Reifen K1 hält somit effektiv 4-5 turns und die Bremsbeläge - EBC GPFAX, welche neu waren für RBR, waren einfach am Ende nach den paar Turns...

Hat mich gefreut den ein oder anderen von hier zu sehen.
Hat mich vor allem gefreut, dass mein Setup für die BMW (von jemanden hier ausm Forum) gefallen gefunden hat.

Der nächste Stopp war Dijon, es sollte geil werden :D
Hier noch ein Video vom Red Bull Ring
https://www.youtube.com/watch?v=F5MT3-h ... poRadiiCR1
Zuletzt geändert von theSporadic am Freitag 9. September 2022, 08:11, insgesamt 3-mal geändert.

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Re: Eine Lange Saison

Beitragvon wizzard » Donnerstag 8. September 2022, 17:45

ma weiter machen ma!!! :mrgreen:

@campari macht ja grade pause ...ihre inneren Äffchen hüten .... da hab ich nix zu lesen... :band:

schön ist auch immer zu lesen, das auch die schnellen jungs Probleme haben... zwar auf nem anderen Niveau zeittechnisch... Probleme sind gleich

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Re: Eine Lange Saison

Beitragvon theSporadic » Donnerstag 8. September 2022, 20:25

wizzard hat geschrieben:ma weiter machen ma!!! :mrgreen:

@campari macht ja grade pause ...ihre inneren Äffchen hüten .... da hab ich nix zu lesen... :band:

schön ist auch immer zu lesen, das auch die schnellen jungs Probleme haben... zwar auf nem anderen Niveau zeittechnisch... Probleme sind gleich


kann nur schreiben während ich auf arbeit bin, schlägt die zeit tot :D

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Re: Eine Lange Saison

Beitragvon Decembersoul » Freitag 9. September 2022, 05:46

Schön geschrieben ..gern mehr davon ;)
Back on track \:D/

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Re: Eine Lange Saison

Beitragvon theSporadic » Freitag 9. September 2022, 08:11

Decembersoul hat geschrieben:Schön geschrieben ..gern mehr davon ;)


kommt noch
dijon
mettet
assen
rijeka
misano

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Re: Eine Lange Saison

Beitragvon theSporadic » Dienstag 13. September 2022, 09:42

Weiter im Text, Dijon steht an, an sich eine mega Strecke mit einem einzigen großen Markel...
Sie steht im unheiligen Land von Frankreich! :bazooka:

Ich reise über Freiburg an und zack, ab der Grenze Frankreich, kein Schild mehr auf deutsch oder zmndt. englisch, nope alles auf Kauderwelsch! :axed: In jedem richtigen Land ist nach der Grenze mal noch die Landessprache des angrenzenden Landes, aber nicht hier. Vielleicht wollten Sie es uns deutschen einfach nur erschweren den Weg zu finden...
Nunja, Google Maps tat sein übriges.

Tanken wollte ich in Frankreich - die mögen das nämlich garnicht wenn man große Mengen Benzin mitführt. An der Autobahn war es auch garnicht so teuer, aber mein Hirn sagte, hey war mal irgendwo in die City bzw. Vorort, ist bestimmt günstiger, halt wie in jedem richtigen Land, aber Pustekuchen, das war noch teurer :| 2,20 der Super.

Achja Zapfsäule Frankreich auch so nen Unding, Gazole ist nicht Benzin sondern Diesel, sehr geil, voll verständlich, in jedem richtigen Land steht Gas/z für Benzin. Durch Geruchs und Geschmacksprobe konnte ich immerhin des richtige tanken :assshaking: die Franzosen an der Tankstelle waren überfordert mit der englischen Sprache.

Kurz vor der Rennstrecke.
Huch alles neu apshaltiert? Letztes Jahr wie Zufahrt ja noch leicht beschissen :D
Na immerhin.

Vorort die Jungs getroffen, welche schon fleißig am Aufbauen waren und ich half noch ein wenig mit.
Ein Kumpel aus meiner Heimatstadt wollte auch in Dijon fahren, hatte aber kurzfristig sich verfahren und fragte nach dem Weg, hab ich allerdings etwas spät gelesen - hupsi.

Abends wie immer die unspektakuläre Einschreibung für alle deutschen bei mir, welche wie gewohnt zügig ging.
Entsprechend konnten wir noch etwas zusammen sitzen und quatschen, unter anderem lernte ich Mike "Spike" Edwards kennen, der war wohl bei uns zur Gast und wohl ziemlich schnell. Dieser bot mir an, doch mal einen Turn von Ihm instruiert zu werden - emm klar! Nehme ich! Ich sag dir Bescheid.

Tag 1:
Ich rolle mich halb erfroren aus dem Sprinter - brrr die Nacht war kalt.
Erstmal Kippe und kacken.
In weiser vorraussicht nicht das Klo in der Box genommen sondern im Fahrerlager, zack wieder verstopft :clubbed:
Baut doch mal richtige Klo´s.

Vor dem ersten Turn checkte ich mal noch meine Bremsbeläge, die Ihre Folter am RBR mehr oder weniger überstanden hatten - zum einrollen sollte es wohl reichen, ansonsten hatte mir Marco was mitgebracht :)

Erster Turn, bissl einrollen, ach sieh an, die Strecke ist neu asphaltiert - schön schön.
Konnte unseren Fotografen in der ersten Rechtskurve erspähen - gezwungener Maßen musste ich entsprechend dann am Ellbogen an Ihm vorbei, versteht sich von selbst.
Die Linie kannte ich ja noch etwas aus dem Vorjahr, nur schnell war ich nicht wirklich.
Das hoch und runter erschien mir auch garnicht mehr so übel wie im Vorjahr und iwie wirkte die Strecke auch schmaler als vorher. 2021 war sowieso komisch also egal.
Ende von Turn 1 stand eine 1.30 am Tacho, also immerhin eine Sekunde schneller als 2021. Da frag ich mich doch ernsthaft, was hab ich 2021 eigentlich gemacht? :bang:

Zweiter Turn, vorher nochmal kritischer Blick auf die Bremsbeläge, jop sollten auch hier den Turn noch schaffen, in Dijon muss man eh kaum bremsen, lediglich Ende S/Z ein wenig.
Im zweiten Turn dann festgestellt, oben am Berg nach dem Wheeliehill hat man aufgehört neu zu asphaltieren, sieh an.
Auch nicht wirklich schlimm, bis auf die doppel Links die mehr Loch als Straße ist.

Spoiler Alert: Ihnen war der Asphalt ausgegangen - aber Hauptsache die Zufahrt zur Strecke gemacht :lol: Franzosen...
Der Rest sollte aber in diesem Jahr folgen.

Hier gab es nicht viel zu berichten, ausser das mein scheiss Stiefel wieder anfing sich an diesem Fersenstopper? zu verfangen - Gott wie ich diese Stiefel mittlerweile hasse, im Winter kommen definitiv Neue! Die hier sind eh mehr Loch als Schuh.

Ende vom Turn hatte ich mich immerhin nochmal auf ne 1.29 verbessert.

Turn 3 und 4 gab es nicht viel zu berichten und auch keine zeitliche Verbesserung.
Mittags wollten wir die Zeiten auf dem großen Bildschirm anzeigen, dürften wir aber nicht, weil die Strecke irgendwelche Berechtigungen nicht hat :?: Nie gehört zuvor...Franzosen...Entsprechend kamen viele und fragten nach Ihrer Zeit...Hier nochmal sorry, wir dürften nicht! Die Strecke hat es verboten und auch kontrolliert ob wir da Schmu machen.
Leider hatte sich Marco in einem Turn mit seiner M1000RR gelegt - warum? Unerklärlich. Marco ist wirklich ein sehr erfahrener Fahrer, belgische Superbike etc und auch immernoch Sack schnell, sein Sturz erfolgte bei Zeiten um die 1.29, für Ihn eher langsam. Unsere Theorie - Metzler TD am Vorderrad- zu viele Heizzyklen gepaart mit einem beschissenen Reifen - Spoiler, es sollte ein Weiterer Sturz dieser Art folgen, aber nicht in Dijon. Immerhin war Marco unverletzt, aber leicht schlecht gelaunt.
Ich zog nach Turn 2 bereits einen neuen HR drauf, da der aus RBR schon am Ende war.

Turn 5 habe ich mir Mike Edwards geschnappt, er hatte es ja angeboten.
Kurz besprochen wie wir es machen und konsenz, er fährt 2 Runden vor und danach guckt er sich das Drama an und filmt. Vor dem Turn hatte ich neue Bremsbeläge drauf gemacht...Nissin M Perfomance Pads oder so. Vorher hatte ich die guten EBC GPFAX, ging also mal frech von der selben Bremswirkung aus, aber Pustekuchen, die Nissin waren mal so derbe aggressiv! Kaum den Hebel gezogen und gefühlt Vollbremsung - mhh geil, so mag ich das. War nur erstmal nicht förderlich für meinen Bremspunkt, den konnte ich nämlich Ende S/Z dann etwas nach hinten setzen :) Leider hatten wir recht viel Verkehr in dem Turn und nur wenige freie Runden, wo sich Mike mal alles genauer ansehen konnte, aber immerhin hatten wir welche und ich konnte meinen Stiefel fahren. Turn zuende und Mike rief mich zur Videoanalyse. Ich checkte noch vorab die Zeiten - 1.29,0, ok war nen ticken schneller aber passt.
Videoanalyse so noch nie gehabt, und Instruktion in dem Sinne nur bei Triple M und der Typ wusste auch nicht was er redet...
Ok also Mike, "hier guck da fahr ich ran, weil du des machst und ich mach das", aha aha, ok "probier mal so" ok Chef mach ich, "wo ist dein Problem" emm Kurvenspeed wo ich des hier so sehe "Ja genau, aber deine Entry ist gut, du bleibst nur zu lange auf der Bremse, dein Exit ist wieder gut, auf die Runde frisst dir das die Zeit" ah ok, aber Exit bin ich gefühlt auch nicht so "emm ja, schon gut, aber versuch mal kurz vorm scheitel wieder etwas gas anzulegen, dann kannst du mit mehr gas raus und hast mehr grip" ok ok, "achja die Bergauf schikane fährst du beschissen, fahr da mal meine Linie, ist schneller" ok. Immerhin lobte er meine Körperhaltung :alright:
Also viel Input für den Abend und etwas worüber ich schlafen kann. Immerhin hatte Mike nicht nur gesagt was falsch ist, sondern auch direkte Lösung geboten. Das mit dem Video war auch geil, zumal er seinen Stiefel fuhr mehr oder minder, so das man direkt die Unterschiede sah.

Der Abend wurde eingeläutet und Pizza sollte bestellt werden.
Ich habe es noch NIE in meinem Leben erlebt, das eine Pizzeria eine Bestellung für insgesamt 12 Personen ablehnt und noch dann eine weitere ebenfalls ablehnt. Erst die Dritte wollte liefern :axed: Alter was das für ein Land? Arbeitsverweigerer :D
Immerhin war die Pizza OK, auch wenn es weit weg von einer Pizza war, aber was erwartet man auch in Frankreich.
Nach der Pizza noch einen kurzen Trackwalk mit meinem Kollegen aus Siegen gemacht, gerade zurück, begann es auch leicht bzw. mittelstark zu regnen. Wir schoben also die zerstörte M1000RR in die Box wo Marco schlief, damit er besser von seiner Schandtat träumen kann :D Wir sind doch wirklich die Besten Kollegen :assshaking:
Ich verfolgte meine Plan und träumte von dem Input den mir Mike gab -Ah verdammt Highsider, wieder wach!

Tag 2 folgte:
Turn 1, ok hier machste mal nen ruhigen und was Mike dir sagte.
Gemütliches einrollen und yoah, fühlte sich besser an, nachdem was Mike sagte.
Die 1.28 stand am Laptimer :band: na also geht doch.

Turn 2 , die 1.27 hoch folgte, na also geht doch :assshaking:

Turn 3 folgte die 1.27 Mitte, na also geht doch, hier konnte ich final auch mal das umsetzen was mir Mike sagte, und hatte gefühlt immernoch Reserve, ich war nicht wirklich am pushen. Schon interessant wie einen kleine Kniffe direkt schneller machen können. Emm nur iwie ist der Reifen hinten wieder blank :disgusted:
Naja für einen gemütlichen Turn wird es reichen.

Turn 4 folgte dann, der Reifen hatte leider entsprechend kaum noch Grip, was sich gerade aus der letzten Rechts auf SZ bemerkbar machte, zur Folge hatte ich knapp 20kmh weniger Topspeed, da ich einfach nicht mehr aus der Kurve kam :axed: Egal, macht trotzdem Spaß, auch mit abgefahrenen Reifen kann man fahren und lernen. Vor allem war das Vertrauen voll da, den Wheeliehill (quasi 2 Kuppen) bin ich komplett im Wheelie gefahren am Ende :D
In der Box zurück, grinste mich Marco an "1.27,0 , with that tire, thats very good" yeah und es fühlte sich auch gut an.
Nun die Frage aller Fragen, einen weiteren Reifen für einen Turn draufpacken oder Turn 5 ausfallen lassen und den Jungs einpacken helfen + Verbesserungspotential für 2023 mitnehmen? In anbetracht dessen, dass 2023 auch der schlechte Teil noch neu apshaltiert werden sollte, ließ ich Turn 5 aus. Entsprechend ist das Ziel für 2023 klar eine 1.25 oder besser. Ich denke in Turn 4 mit einem nicht ganz so ledierten Reifen wäre auch ne 26,5 oder so drinne gewesen, aber die 4 Sek Verbesserung nehme ich gerne mit.

Wir luden also zügig ein, einer vom Team wurde noch von einer Wespe in seinem Mund gestochen - das Drecksvieh hatte sich in seine Coladose reingehockt... :bang:

Ich konnte zeitlich um 18 Uhr meinen Rückweg antreten und war entsprechend auch früh daheim :D

Persönlich finde ich Dijon vom Layout und vor allem Preis eine Mega geile Strecke.
Sehr flüssiges fahren, viel hoch runter, kleines Portimao.

Kann die Strecke wirklich jedem empfehlen.

Hier noch die langsamen Onboardaufnahmen die Mike von mir gemacht hatte :
https://www.youtube.com/watch?v=41FFbrwjumU

Schon bald ging es weiter zum Doppelevent Assen+Mettet

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Re: Eine Lange Saison

Beitragvon theSporadic » Mittwoch 28. September 2022, 12:09

Sodele

Doppelevent Assen - fangen wir mal mit Assen an.

Da großes Event, sollte ein großteil vom Team dabei sein, leider hat unser Manager, der Inhaber + 2 Weitere Leute sich Corona eingefangen und die Lagen flach. Somit waren wir nur ein Bruchteil der Leute, die da sein sollten.

Da ich ja ein ganz schlauer Fuchs bin und kb hatte von Reutlingen bis nach Assen an einem Stück zu fahren, bin ich das Wochenende vorher schon zu meinen Eltern nach Siegen, zumal meine Mutter eh Geburtstag hatte :D Den Montag halben Tag Homeoffice gemacht und dann aufn Weg nach Assen gemacht. Leider hat irgendein Volldepp sich ja ne super Vollsperrung der Autobahn ausgedacht und eine noch viel bessere Umleitung - Zeitverlust 1std oder mehr.
Somit kam ich auch deutlich zu spät in Assen an und konnte quasi direkt mit der Einschreibung starten.

Das Unterfangen war wie üblich recht schnell erledigt, allerdings gabs bereits die ersten Diskussionen wegen DB...Das sollte auch nicht die letzte gewesen sein.

Abends haben wir dann noch die Gruppenwechsel und üblichen Schiebereien erledigt, sodass zmndt. der Teil erledigt und Kunden glücklich sind :)

Für Assen untypisch - sehr zu meiner Freude - sollte das Wetter konstant gut sein.
Beim einschreiben standen auch 2 aus der IDM bei mir, garnicht gewusst wer das ist, erst später :)

Für Assen hatte ich eine ganz klare Mission:
Da 2021 echt scheisse lief mit nur 1.54, anstelle 1.52 wie noch 2020, soltte diesmal eigentlich die 1.50 Marke fallen oder zumindest eine konstante Verbesserung zu 2020 stattfinden.

Marco sollte mich wieder instruieren, aber da krank, gabs nur Beratung via Whatsapp :D

Tag 1:
Die Sonne scheint, perfekte Bedingungen. Kippe, Kacken, Klo nicht verstopft, optimal.
Den Morgen noch schnell die Bremsbeläge gewechselt, die Ersatz von Marco entfernt und meine EBC wieder drauf geflatscht. Am Vorderrad noch der alte Reifen und am Hinterrad gabs nen neuen SC2.

Die übliche Fahrerbesprechung meinerseits - ich glaube das hat auch wieder was gebracht - bis auf DB war es mit Stürzen doch sehr gesittet.

Turn 1: Gemütliches einrollen sollte es werden, vor allem erstmal die Bremsbeläge einfahren sowie Reifen.
Erster Gerade nach der tollen Haarnadel und erstmal schön geradeaus, in Assen kein Problem da gut asphaltiert :D
Na gut, dann fahren wir die halt mal noch weiter ein. Der SC2 fühlte sich am Hinterrad mega an, besser als der K1 noch in Dijon, obwohl Bedingungen sehr ähnlich.
Ich wollte anmerken, ich bin in Gruppe B raus, da zeitlich A für mich nicht machbar war, allerdings fühlte es sich an, als würde man in Gruppe D fahren. Zurück in der Box mal auf die Zeitenliste geschaut und siehe da, ne 1.53 steht schonmal.
Ok nicht schlecht - besser als 2021 - hier muss ja jetzt was gehen 8)

Turn 2:
Jetzt aber mal ernsthaft fahren, wieder Gruppe B, da Gruppe A voll - mh ok, mir egal wenn ich überholen muss, ich weiß ja wie, kostet nichtmal unbedingt Zeit.
Ich suche mir die Anhaltspunkte die ich mir auf meinem Tracksheet gemacht hatte und probiere noch hier und da mit den Gängen rum, aber es fühlt sich gut an.

Der Ellbogen schleift gefühlt jede Kurve ohne das ich mich drauf konzentrieren muss - immer gut fürs Ego :D
Ende Turn 2 - 1.51 - ja moin, jetzt muss ja richtig was gehen 8) Die 1.50 Marke und unter 1.50 ist zum greifen Nahe!

Turn 3 und glaube auch 4 sind ausgefallen - leider meinte jemand mal die ganze letzte Passage vollzusauen mit Öl und natürlich perfekt auf der Ideallinie weiter zu fahren. Geiler Typ ehrlich! :banging: Entsprechend lag nun Ölbindemittel auf 35% der Strecke inkl. der ganz schnellen Rechts und der Remshoek links. ABSOLUT OPTIMAL!
Ja ja, ich weiß, kann man drüber, aber geil isses dennoch nicht und Kopf sagt da auch eher so - NE LASS MA

Turn 5 wars dann, bin ich raus, um mir das Desaster anzugucken.
Die ersten 2 Runden etwas zaghafter über den Sand, ab Runde 3 deutlich beherzter.
In der Remshoek kam ich dann vollpin (mein vollpin) auf dem Ellbogen angesegelt und fetze über diese kackspur drüber, nur um zu merken, dass mir das Vorderrad aber ganz gewaltig weg geht :axed: alter hab ich mir in die Hose gemacht.
Gas aufgestellt und in feinster Rodeomanier aus der Kurve gewackelt. So viel zum Thema, kannste voll drüber...ne eher nicht wah. Zeitlich keine Verbesserung aber konstante 1.52,0 bzw. ,1.

Über den Tag verteilt gabs massive Probleme mit DB - wers nicht kennt, Assen hat ne Lärmtüte, wenn die Überschritten= Veranstaltung zuende für den Tag. Es gab auch etliche Black Flags die einzelne rausgezogen hatten und entsprechend noch viel mehr Diskussionen - Leute mir, der Strecke und allen isses egal ob ihr nen Standartauspuff oder sonst was fahrt. Wenn zu laut, dann zu laut. Es ist lästig das immer zu diskutieren. Auch gabs viele Experten die erstmal ohne Db-Killer fahren wollten - waren aber zum Großteil so Franzosen... :axed: Wäre der Inhaber da gewesen, wären die Leute ohne DB Killer direkt Nachhause geschickt worden - wir haben die nachbessern lassen.

Abends mussten wir leider eine kleine Krisensitzung mit allen Teilnehmern einberufen - da das Thema DB nochmal kommuniziert werden sollte. Wäre die Unterbrechung wegen Öl nicht gewesen, wäre die Veranstaltung nach Turn 3 vermutlich vorbei gewesen. Da mich ein Teilnehmer drauf hingewiesen hatte, das am Morgen bei der Fahrerbesprechung nicht alle anwesend waren, hatten wir uns dazu entschieden, Sticker auszuteilen am Abend, um sicherzustellen, dass niemand am nächsten Tag raus kann, sofern nicht bei der Besprechung - klar war vlt. doof für die, wo nicht in die INFO-Gruppe bei Whatsapp gucken, aber die Leute kamen ja in die Box im Nachgang und haben Ihre Sticker noch bekommen.

Als alles erledigt war, gings dann in die übliche Runde im Team und wie könnte es anders sein - Es gab PIZZA!
Der Tag war stressig ohne Ende, entsprechend ging ich früh pennen, mir ging es ohnehin den Tag nur so Semi.

Was folgte ist Tag 2.
Am Morgen die Info von Marco - No Instructions anymore!

Hintergrund - wir sollten mehr auf DB etc. achten und etwas die stressige Lage entspannen, da wir ohnehin nur am rotieren waren, weil zu wenige Leute.

Noch kurze Besprechung mit Marco wo ich Probleme habe etc. - noch paar Tipps geholt und dann ging es für Turn 1 raus, jetzt auch in Gruppe A.

Turn 1:
Mega unspektakulär, nur eingerollt, aber wieder 1.51 - jez muss ja was gehen.
Allerdings stellte ich hier schon fest, der Vorderradreifen ist am Ende, schiebt und hält die Spur nicht.
Das wurde natürlich die nächsten Turns nicht besser, aber war jetzt nicht kurz vor Sturz.

Nach dem Turn stand Dirk Walter in der Box um irgendwas abzuchecken, den hab ich mir doch direkt mal als Vorfahrer/Instruktor für Turn 2 geschnappt - Dirk hier an dieser Stelle nochmal vielen Dank für Deine Zeit und Tipps!

Turn 2:
Ich fahre etwas vor Dirk, glaube auch ganz gute Pace - 52,0 konstant, mit etwas Verkehr, den ich aber gut überholen konnte. Abgemacht war, das Dirk mich einfach irgendwann überholt und ich mal hinterher fahre. Das klappte auch 2 Runden ganz gut, doch dann hab ich in der Strübben leider den Gang nicht reinbekommen und Dirk etwas verloren, der wartete aber und ich kam wieder ran. Irgendwann wurden wir dann vom Daniel Kirchhoff überholt und Dirk ist dem hinterher :D und ich gab mein Bestes dranne zu bleiben. Das ging halbwegs gut bis zur Schikane vor SZ, da musste ich dann leider feststellen, dass sich mein Schalthebel verabschiedet hatte :x SSA - hätte ich mal vorher kontrollieren sollen.
Um keine Red Flag zu provozieren, bin ich einfach links in den Versorgungsweg und hab das Bike abgesellt.
Glücklicherweise, war die Schraube nicht weggeflogen und ich konnte den Hebel wieder nutzbar machen, somit konnte ich am Ende vom Turn einmal in die Box reinrollen.
Schneller war ich nicht wirklich, lediglich kleine Verbesserung - verdammt war das nervig, wäre gerne noch weiter hinter Dirk her - egal, thats life.
Er kam dann noch zur Box und hat mir noch paar Tipps gegeben - ok werde ich umsetzen.
Kurze Rücksrpache noch mit Marco.

Der Sc2 hatte sich wacker geschlagen, war aber jetzt leider wirklich am Ende, also den K2 drauf und für Turn 3 wieder am Start sein :assshaking:

Turn 3:
Raus und erstmal den Reifen einfahren zumindest eine Runde.
Nachdem das erledigt war, gings los, es sollte der neue Reifen genutzt werden.
Erste Rechts, ich stelle das Gas wie beim SC2 auf, wutsch krrrrrr disco im Cockpit, ich spühre einen fetten schlag an den Knien - Hinterrad war komplett rumgegangen, TC hat hier 100%ig den Highsider abgefangen. Es hat mich dermaßen aus dem Sattel gehoben, dass ich mit den Knien am Tank landete...Alter WTF - K2 = Holzreifen, hatte ich so nicht in Erinnerung.

Durchatmen und weiter gehts, wir merken uns, dass mag der Reifen net.
Die TC feierte aber weiterhin Kirmes und ich hatte kaum Drive aus den Kurven.
Ok adaptieren, wir fahren jetzt einfach runder. Vorderrad schiebt auch weiter, geht mir das aufn Sack ey...
Naja was willst machen - den SC3 vorne wollte ich mir für Mettet und Rijeka aufsparen.

In die Box gekommen, Reifen begutachtet - fette Markierungen von der TC - na Super, war mal wieder nen Griff ins Klo mit dem Reifen.

Kurz Marco angerufen und Problem geschildert...
Marco: "Why the fuck are you riding the first right in 2nd Gear? You need 3rd!"
Emm ok, die Info kam früh...3ter fühlte sich nur immer zu lahm an.
"Also, try first gear in the Strübben" - hatte ich paar mal probiert, war mir aber beim rausfahren nix und mit dem Reifen wollte ich das nicht unbedingt testen, 3ter Gang wollte ich dann aber testen für Turn 1.

Turn 4:
Jetzt mit 3tem Gang und nicht dem ersten für Strübben.
Fühlte sich brutal langsam an, aber weniger Bewegung und entspannter.
Der Drive in der letzten Passage wurde nicht besser, auch mit TC -7 ging nix nach vorne, der Reifen hatte wirklich 0 Lust.
Nächste mal nehme ich wieder nen SC2 oder gar nen SC1 mit!
Schlecht gelaunt kam ich in die Box, gab ja eh keine Verbesserung - aber siehe da, 1.51 tief.

Turn 5:
Abgesagt fürs Team, wir sollten abbauen helfen :D

Was mich wurmt - 1.50 nicht gefallen
Was mich freut - konstant 51 gefahren.

Abbau wie üblich schnell und keine großen Probleme mit DB mehr an Tag 2 - woran hat et gelegen? ja nu man fragt sich immer woran hat et gelegen...

Ende vom Event - ich fuhr zurück zu meinen Eltern, 2 Tage Homeoffice geplant bevor es weiter nach Mettet ging.


TBC

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Re: Eine Lange Saison

Beitragvon theSporadic » Mittwoch 26. Oktober 2022, 13:49

Nach dem Homeoffice und der kurzen Erholungsphase bei meinen Eltern, ging es auch weiter nach Mettet.

In der Heimat noch schnell eingedeckt mit Verpflegung bevor ich dann den Katzensprung antrat.
Anreise wie immer schnell nach Mettet und zu meinem erstaunen gabs günstige Preise an der Tankstelle, im Vergleich zu DE, also schnell Kanister voll machen.

Da es bei Mettet nicht SOOO Viel zu sagen gab, halte ich das mal etwas kürzer.

Abends Einschreibung wie immer, die angekündigte DB-Kontrolle wurde dann kurzfristig von der Strecke abgesagt- also nurnoch dynamisch.

Ein paar verrückte aber sehr nette Leute von den Knieschleifern waren auch Vorort, einer sogar recht zügig, also für den nächsten Tag zum gemeinsam heizen verarbredet.

Tag 1:
Meine Motivation jetzt noch groß in Mettet zu fahren, war, sagen wir, nicht so groß. Also startete ich den ersten Turn als Instruktor in Gruppe B, sprich bissl einrollen.

Turn 2 fuhr ich dann mit dem KS-Menschen raus, gefühlt waren wir nur am rumschwulen und es war doch recht viel Verkehr, aber am Ende vom Turn stand ne 1.11 aufm Zeitplan...emm ok, das war jetzt doch schneller als gedacht, aber gut :D Der KS-Mensch wollte mal Ellbogen schleifen, aber iwie fehlte da immer nen Stück, habe ihm dann einen kleinen Trick gezeigt, welchen er in Turn 3 umsetzen wollte.

Turn 3 :
Wir fahren wieder gemeinsam raus und direkt in der ersten Kurve schleift er Ellbogen - na also geht doch :D
Wir bummelten wieder rum, konnten uns aber beide nochmal ein bissl verbessern.
Iwie packte mich hier aber dann doch ein bißchen Ehrgeiz.

Turn 4:
Hier hatte ich aufgrund von vollem Magen keine Lust zu fahren.

Turn 5:
Viele machten anscheinend Pause also entsprechend leer war die Strecke, ich fuhr raus und konnte mich auf eine 1.10 verbessern.

Turn 6:
Die 1.10 wurde bestätigt.

Abends gabs das übliche dummgelaber und ich ging wieder zu spät ins Bett

Tag 2
Turn 1 habe ich verpennt.
Turn 2 ging ich raus für paar Videoaufnahmen und konnte meine PB von 1.10,7 fahren.
Turn 3 konnte ich das nochmal bestätigen, allerdings war der sehr betagte Vorderradreifen doch jetzt etwas zu viel am schmieren und schieben, also kam kurzerhand der SC3 drauf, den ich dann nur etwas einrollen wollte vor Rijeka.

Es gab hier leider nicht mehr viel zu berichten, keine Heldentaten und auch keine Schandtaten.
Der Fotograf hatte auch mal wieder lieber in seiner Nase gebohrt als Fotos zu machen, aber wenigstens 2 brauchbare waren dabei, auch wenn die Qualität mal wieder absoluter Müll war - kriege ich mitm Handy besser hin...ehrlich.

In Rijeka gibt es wieder mehr zu berichten ;)


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