Verarbeiten von Stürzen - Wie schaltet man den Kopf aus?

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gixxn
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Re: Verarbeiten von Stürzen - Wie schaltet man den Kopf aus?

Beitragvon gixxn » Mittwoch 11. Juli 2018, 12:05

Bei mir war nur der erste richtige Sturz wirklich problematisch.
Der war aber auch nicht von schlechten Eltern .... :shock: :shock:
Danach habe ich ein gutes Jahr gebraucht bis ich wieder auf meine alten Zeiten gekommen bin.
Das war wirklich extrem mühsam und frustrierend.

Ich denke da gibt es keine allgemein gültigen Regeln oder Tipps.
Jeder Mensch wird auf so etwas unterschiedlich reagieren und braucht daher auch andere, eigene
Wege um wieder dorthin zu kommen wo man vorher war.

Es ist und bleibt immer eine Gratwanderung.
Nicht zu viel denken, aber auch nicht zu wenig.
Nicht zu verkrampft fahren, aber auch nicht zu locker.
Nicht zu viel Angst haben, aber trotzdem den Respekt nicht verlieren .... usw.

Ganz, ganz schwierig hier immer das richtige Mittelmaß zu finden.



gruß gixxn

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Le Zonki
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Re: Verarbeiten von Stürzen - Wie schaltet man den Kopf aus?

Beitragvon Le Zonki » Mittwoch 11. Juli 2018, 13:30

Mein einziger wilder Sturz war damals in Most...Bin ein Jahr gar nicht gefahren, weil Bike kaputt und ich auch.
Mein Problem danach war das mir Rechtskurven nicht mehr liegen und das merk ich auf der Renne und der Landstraße. Da hilft nur fahren.. fahren.. fahren.. zumindest hat es mir geholfen.
Ist zwar noch nicht so wie vor dem Highsider aber deutlich besser
:band:

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T300D
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Re: Verarbeiten von Stürzen - Wie schaltet man den Kopf aus?

Beitragvon T300D » Mittwoch 11. Juli 2018, 14:32

Eine Sache fällt mir da noch ein ....

Bevor man mit "fahren, fahren, fahren, ..." auch die Ängste mit einprägt, sollte man überlegen, ob es nicht irgendwelche Kleinigkeiten im Vorfeld sind.

Vielleicht kann man mit Bremsübungen wieder lernen, daß zwischen Reifen und Straße eine wirklich belastbare Verbindung herrscht, auf die man sich verlassen kann.

Vielleicht kann mit mit "Turnübungen" das asynchrone Sitzen wieder lernen. Moped drücken und nach außen sitzen und umgekehrt. etc, etc.

Wenn ich mir die Bilder ansehe, würde ich eher auf viel Basisarbeit tippen. Das fahren in der Form (mit der Unsicherheit) wird nicht viel Lerneffekt bringen.

Und vielleicht hilft letzten Endes ein anderes Moped, auf dem man (Frau)
sich plötzlich viel besser fühlt und das alte Vertrauen kommt wieder zurück. :happy:
Das wäre - wenn alles nix hilft - Plan B. Ein Versuch wäre es wert.

\\ Carsten
---------------------------------------------------
Plan für 2020

14. - 15.4. Misano Corona Virus :banging:
15. - 16.6. OSL :banging: Corona-Reh
06. - 07.7. OSL :banging: Corona-Reh
21. - 22.9. Brünn mit TripleM

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Re: Verarbeiten von Stürzen - Wie schaltet man den Kopf aus?

Beitragvon steirair » Mittwoch 11. Juli 2018, 14:49

Ich bin in meiner "Karriere" so an die 50x in 40 Jahren abgestiegen. Davon waren geschätzte 4x harmlose Rutscher, drei mal heftiger aber mir nichts passiert, und 2x hat es richtig gescheppert mit allen Pipapo.

Das beste war mal immer so schnell als möglich wieder aufsteigen und fahren. Meistens war das in einem
halben Tag erledigt. Die letzte ärgere Brezn war 2004 am Hungaro Ring. Hier war ich mal richtig bedient.
Da habe ich jetzt beim Wiederbeginn schon etwas länger gebraucht bis der Angstschweiß weg war.

Aber auch das ganze etwas langsamer und aufbauender begonnen. Zeit lassen, und langsam Sektor für Sektor,
Rennstrecke für Rennstrecke steigern. Es geht bei uns ja um gar nichts. Jetzt seit 4 Jahren sturzfrei, ohne jedes
Hoppala, und jedesmal ein Stück schneller.

Also nichts überstürzen, schnell wieder aufsitzen, eventuell wieder in die langsamste Klasse retour, und mit
etwas Luft nach oben beginnen.
Lackieren, Design, Folierungen, Textildruck: http://www.kogler.at.
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Re: Verarbeiten von Stürzen - Wie schaltet man den Kopf aus?

Beitragvon campari » Mittwoch 11. Juli 2018, 15:16

Schick sie mal zu mir, Sordo, :wink: vielleicht finde ich noch ein paar alte Beiträge...ich hab schon viel therapeutisches Fahren gemacht. Und was Neues hab ich leider auch noch :roll: nach dem Hütchen-Abflug in Assen und direkt einem Jahr Pause danach hatte ich am Montag richtiggehend ANGST. So mit Herzrasen und weichen Knien.

Das war Scheiße. Und so gar nicht wie beim ersten Kuss.

Da war sie wieder über 2 min...deutlich (wie peinlich). Eigentlich wäre ja unter 1:50 dran gewesen...Und tatsächlich hilft nur selber da rauswollen.

Das Ende vom Lied: nach 2 Stunden Fahren fehlen leider immer noch 5 sec auf das eigentliche Ziel, aber ich weiß, wie ich die kriege. Später irgendwann mal.
:horseshit:

Öfter mal die Hände waschen!!!

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Sordo
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Re: Verarbeiten von Stürzen - Wie schaltet man den Kopf aus?

Beitragvon Sordo » Mittwoch 11. Juli 2018, 16:26

Sturz wurde durch Videoaufnahmen des Sturzes in Slomo analysiert.
War ein Fahrfehler.
Zu früh eingelenkt wieder aufgerichtete dann zu energisch wieder eingelenkt und Vorderrad eingeklappt bei ca. 80 Km/h. Mot Ellenbogen und Kopf aufgeschlagen und zusammen mit dem Moped ins Kies gerutscht.
Maschine ist eine 13er Daytona also auch kein Uralter Bock und sie liebt die Maschine.
Fährt jeden Turn raus mit dem gedanken ..... jetzt klappt es wieder, ging ja vorher auch.
Kommt dann meist vor Turnende wieder rein weil alles weh tut und sie das gefühl hat das die maschine ihr gleich wegrutscht.
Reifen sind neue drauf bzw die Felgen von meiner Daytona verbaut.
Reifen sind Supercorsa SP aus 2017.
Ich bin die Maschine gefahren und sie rutscht nicht.
Also "nur" ein Kopfding bei Ihr.
Manchmal ist sie kurz vorm weinen weil sie voll bock hat aber es irgendwie nicht mehr kann und nicht versteht warum dss so ist.
Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit .
Assen 15 - 17.05 verschoben
Assen 20 - 24.05 wird umgebucht
auf 11 + 12.08
OSL 12 - 14.06
OSL 17 - 19.07
Assen 21 - 23.08
Brün 25 - 27.09

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Re: Verarbeiten von Stürzen - Wie schaltet man den Kopf aus?

Beitragvon Fox1103 » Mittwoch 11. Juli 2018, 16:29

Sordo hat geschrieben:Sturz wurde durch Videoaufnahmen des Sturzes in Slomo analysiert.
War ein Fahrfehler.
Zu früh eingelenkt wieder aufgerichtete dann zu energisch wieder eingelenkt und Vorderrad eingeklappt bei ca. 80 Km/h. Mot Ellenbogen und Kopf aufgeschlagen und zusammen mit dem Moped ins Kies gerutscht.
Maschine ist eine 13er Daytona also auch kein Uralter Bock und sie liebt die Maschine.
Fährt jeden Turn raus mit dem gedanken ..... jetzt klappt es wieder, ging ja vorher auch.
Kommt dann meist vor Turnende wieder rein weil alles weh tut und sie das gefühl hat das die maschine ihr gleich wegrutscht.
Reifen sind neue drauf bzw die Felgen von meiner Daytona verbaut.
Reifen sind Supercorsa SP aus 2017.
Ich bin die Maschine gefahren und sie rutscht nicht.
Also "nur" ein Kopfding bei Ihr.
Manchmal ist sie kurz vorm weinen weil sie voll bock hat aber es irgendwie nicht mehr kann und nicht versteht warum dss so ist.


Wäre auch mein persönlicher Albtraum :shock: :shock: :shock:

Wünsche ihr alles gute und das es wieder klappt. Evtl. tatsächlich mal Pitbike fahren gehen. Oder mal n VA fahren der auf Zeitnahme verzichtet (dass sie sich selbst zu sehr unter Druck setzt)
Termine 2020:

OSL | 06.+07.07 - 1:39,87
Assen | 11.+12.08 - 1:53,34
OSL | 22.+ 23.08. - 1:37,22
Dreier Racing | Rijeka | 05.-08.10.

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Re: Verarbeiten von Stürzen - Wie schaltet man den Kopf aus?

Beitragvon JulianS80 » Mittwoch 11. Juli 2018, 16:37

Sordo hat geschrieben:Also "nur" ein Kopfding bei Ihr.

Auweia... klingt nicht schön. Vielleicht kannst du Mal versuchen, Sie etwas auszutricksen. Andere Reifen montieren (z.B. S21) und ihr eben mit gewichtigen Argumenten wie "die kommen besser auf Temperatur etc." klar zu machen, dass es damit besser funktioniert.

Geht in Richtung Placebo-Effekt.

Ich bleibe auch dabei, dass man vielleicht an den grundlegenden Dingen arbeiten sollte. So könnte Sie wieder mehr Sicherheit erlangen und etwas von Ihrer Verkrampftheit verlieren.

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Re: Verarbeiten von Stürzen - Wie schaltet man den Kopf aus?

Beitragvon Fox1103 » Mittwoch 11. Juli 2018, 16:40

JulianS80 hat geschrieben:
Sordo hat geschrieben:Also "nur" ein Kopfding bei Ihr.

Auweia... klingt nicht schön. Vielleicht kannst du Mal versuchen, Sie etwas auszutricksen. Andere Reifen montieren (z.B. S21) und ihr eben mit gewichtigen Argumenten wie "die kommen besser auf Temperatur etc." klar zu machen, dass es damit besser funktioniert.

Geht in Richtung Placebo-Effekt.

Ich bleibe auch dabei, dass man vielleicht an den grundlegenden Dingen arbeiten sollte. So könnte Sie wieder mehr Sicherheit erlangen und etwas von Ihrer Verkrampftheit verlieren.


Wenn du DAS machen willst musst du aber eher was ohne Profil nehmen ;)
Und dann erzählen: "Die Dinger grippen wie die Sau - damit fährste dir die Fußrasten weg"
Termine 2020:

OSL | 06.+07.07 - 1:39,87
Assen | 11.+12.08 - 1:53,34
OSL | 22.+ 23.08. - 1:37,22
Dreier Racing | Rijeka | 05.-08.10.

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Re: Verarbeiten von Stürzen - Wie schaltet man den Kopf aus?

Beitragvon spike1111 » Mittwoch 11. Juli 2018, 16:50

Hm, nicht schön. Aber das gute ist- der Mensch im allgemeinen (auch wenn Frauen damit nur bedingt gemeint sind ;-))
vergisst gerne. Deshalb gibt es immer wieder Kriege und Deppen die präsi in Amiland werden.

Heißt aber auch fahren fahren und fahren....meist gibt es sich dann irgendwann.

Alternative- anderes Bike am besten auch ein nacket wo sie aufrechter draufsitzt. Fühlt sich sicherer an und dazu neue (andere Marke) Reifen. Ist dann quasi alles anders und so kommt nicht das Gefühl des alten....hoffentlich.

Was auch geht - und mit Sicherheit hilft- wenn es mit Profis gemacht wird - z.b. bei einer stuntschule- sturztraining.

Um so öfter man fällt um so weniger Angst hat man davor (wenn man nicht tot ist oder sich was gebrochen hat ;-) .

Einfach mal mit ner ollen Möhre, bei langsamen Tempo auf einem Übungsplatz, in schräglage die Bremse ziehen und entspannt hinterher rutschen. Ist nicht schlimm und tut meist nicht weh.


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