Vom Schisser zur Wanderschikane

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Paul1980
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Re: Vom Schisser zur Wanderschikane

Beitragvon Paul1980 » Sonntag 31. Dezember 2017, 14:31

Ihr merkt aber schon dass das alles Vergangenheit war oder?
Und dass ich bei jeder neuen Strecke nicht nur 3 Runnden sondern den kompletten Turn hinter einem Instruktor verbracht habe?
Einen kompletten Tageskurs Bike 1 . Ich Zuttl geschreiben habe dass wir bei Race Acadamy nächstes Jahr vorbeischauen wollen.
Aber man ist ja Beratungsrestistent, sorry aber da frage ich mich habt ihr es gelesen und wahrgenommen oder nur Überflogen und euch eure Meinung aus Bruchstücken gebildet? :?:

Das ist eigentlich der wahre Grund hier zu schreiben, dass die Leute die hier aktiv im Forum sind zu 80 - 90% talentierte Motorrad fahrer sind. Deshalb findet man für Leute wie mich eigentlich nur einen Bericht:

https://www.1000ps.de/racingbericht-3002581-schnell-ohne-talent

Auf den bin ich leider sehr spät gestoßen und ja die meisten Sachen kann ich aus Erfahrung voll unterstreichen.

Hier ein Zitat uas dem Bericht:

"[...]Die erste Hürde für Neulinge bei unseren 1000PS Grippartys ist die für Hobbyracer gerade zu lächerliche Marke von 2:30. Unglaublich das man daran scheitern kann, oder nicht? Auch ich scheiterte ein gesamtes Jahr daran. Doch eigentlich gibt es für Neulinge auf der Strecke ein paar ganz einfache Tipps um den Speed zu steigern. Die größte Hürde ist Angst wegen der ungewohnt hohen Geschwindigkeit. Im Kopf sind aus Furcht einige Schranken welche die Gasgriffstellung und die Schräglage quasi vollautomatisch beschränken. Hier hilft nur eines: Üben, üben, üben - das ganze kombiniert mit vertrauensbildenden Maßnahmen. Man kann den ängstlichen Geist nämlich ganz leicht überlisten, indem man einer unfehlbaren Vertrauensperson (erfahrener Instruktor) auf der Rennstrecke folgt.[...]"

Ich für meinen Teil konnte die Angst nicht überwinden hinter einem Instruktor, siehe meine Instruktorfahrt auf dem Pannoniaring.

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Re: Vom Schisser zur Wanderschikane

Beitragvon Harm » Sonntag 31. Dezember 2017, 14:55

Und mal ganz ehrlich.
Jeder der keinen vorturner nimmt ist beratungsresistent?
Klingt reichlich von oben herab.
Ich hatte auch nie einen.
Werde dennoch schneller.
Viele Freunde von mir hatten auch nie einen....und sind bereits richtig schnell.
Ich hab schon paar mal zugeschaut bei solchen Gruppen.. ..mir wuerd das absolut null bringen.
Was einen Nutzen haben könnte wäre ein einzeltraining. Hab ich aber nie gemacht weil zu teuer und nicht mein Ansatz. Ich will Spass haben und lernen und dabei schneller werden. Keine intensivbetreuung um die lernkurve abzukürzen.
Kann man machen...muss man aber nicht.
Und es is gar nicht gesagt dass es wirklich so viel bringt....3 instrukturen...5 Meinungen.
Kann jeder machen wie er will denke ich.
S.
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Re: Vom Schisser zur Wanderschikane

Beitragvon marq » Sonntag 31. Dezember 2017, 15:38

He he he... Dear Amigos:

@Paul: Ich habe mir schon alles durchgelesen (außer das vom letzten 1000PS-Link, bin ich kein Fan von), und meine mit "beratungsresistent" auch den damaligen Zeitpunkt...
Mir ist schon klar dass es sich entwickeln wird, dein letzter Satz vor meinem Post lässt es ja auch vermuten :D
Von daher meine Erwartung dass es noch ein paar "Ausflüge" ins Grüne bzw. Kießige geben wird...

@S. : Ich meinte nicht eine Instruktion, ich meinte "Beratung" in der generellen Form...
Wenn einer regelmäßig relatig HARM-los die Strecke verlässt, gibt es wohl auch bei der Linienwahl Verbesserungspotenzial... Und das kann auch von einem Kumpel, Boxennachbarn o.ä. kommen.
Die erste Einzelinstruktion habe ich mir im 7. Jahr oder so gegönnt (und dabei richtig Glück mit Wetter/Verfassung/Instruktor gehabt!), aber davor hatte ich etliche (gute und weniger brauchbare) Tipps von meinem Umfeld...
Was meines Erachtens enorm viel bringt ist eine Streckenbegehung (und das muss nicht unbedingt ein Spezi vom Instruktor-Team sein, ein orstkundiger Racer tat's bei mir in Most auch!).

Also, go on, Paul! Denke es wird demnächst noch ein paar "bewegte" Geschichten geben (sind eh nur die die interessieren, wenn nix passiert ist's langweilig)...

Und wie Du es schon vermuten lässt, auch ein happy End...
I've learned so much from my mistakes...
I'm thinking of making a few more!

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Re: Vom Schisser zur Wanderschikane

Beitragvon Harm » Sonntag 31. Dezember 2017, 15:59

Harm los gefällt mir :)
Naja und dass man dauernd Feedback und Tips von Kollegen aufm ring kriegt hatte ich tatsaechlich als gegeben angenommen.
Ich mein.... über was redet man denn sonst?
Streckenbegehungen mach ich auch...bringt mir nicht so viel. Sieht beim fahren immer komplett anders aus....bzw sehe ich vieles beim fahren überhaupt nicht.
Mir hilft nur eins.
Fahren fahren fahren.
Und dabei lernen lernen lernen.
Geht übrigens auch ohne kiesbesuche....naja fast.
S.
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Re: Vom Schisser zur Wanderschikane

Beitragvon Paul1980 » Sonntag 31. Dezember 2017, 17:02

Auf der Rückfahrt von Pann konnten Jo und ich die vier Tage reflektieren und wir beschlossen für uns AdR als Übungsstrecke für die grundsätzliche Fahrtechnik zu nutzen und wollten relativ kurzfristig wieder hin. Beim Reflektieren ist mir aufgefallen meine Front beim Bremsen nicht mehr ruckelte oder mir das nicht auffiel, deshalb kam ich ins Grübeln ob ich vielleicht doch das Ferderbein anpassen sollte.

Der Vorbesitzer wog nur 70kg ich 95… ich haderte mit mir, ob mir eine härtere Feder reichen würde (aber welche?) oder ich das Federbein einschicken sollte zur Revision. Das Budget war knapp, aber ich schickte das FB direkt zu Wilbers ein.

Aus meinen Kiesbetterfahrungen habe ich auf die beiden Motordeckel Carbonschoner montieren lassen. Dann haben wir der Tatsache ins Auge schaut, dass wir bei Regen nie rausgefahren sind und immer gewartet haben bis es feucht war. Also benötigen wir keine Regenreifen auf dem 2. Felgensatz… Also 2. Felgensatz sollte ab sofort als Slick-Bereifung dienen, dafür haben wir uns für die Conti RaceAttack Slick in soft/soft entschieden.

Da wir alle vier quasi in der gleichen Abteilung arbeiten, sprachen wir beim Kaffee immer wieder vom erlebten. Dabei stellte sich raus das Ralle nur so steif war, weil immer wenn er die Fußposition ändern wollte die Fußraste am Schuh kleben blieb und hochklappte. Das war auch der Grund für die akrobatische Einlage. Es hat mich etwas Überzeugungsarbeit gekostet, aber er bestellte sich eine neue Fußrastenanlage mit starren Fußrasten. :D

Mit meiner FZ6 bin ich einen Tag auf der Landstraße gefahren und bewusst darauf geachtet nicht am Lenker festzuhalten und war überrascht wie viel Sicherheitsgefühl es mir brachte.

Ich weiß nicht mehr warum, aber die anderen beiden konnten den nächsten Termin nicht wahrnehmen, so waren Jo und ich zu zweit bei Plüss in AdR.

6. Termin 11.07.16 Anneau du Rhin lange Variante mit Plüss ohne Gruppeneinteilung:

Ziele:
- Fahrtechnik verbessern (Nicht am Lenker festhalten und beim Bremsen nicht am Lenker abstützen)
- Mit Oberkörper neben der Maschine sein

Auf den montierten Felgen hatte ich vorne meinen alten R10 und hinten einen Neuen. Der 2. Felgensatz wurde wie beschrieben mit CRA Slick soft bestückt.

Wir haben ca. 45 Min gewartet in der Hoffnung keine Volle Strecke zu haben, mit dem Öffnen der Pitlanewaren gefühlt 80% der Fahrer rausgefahren.
In Ruhe alles Vorbereitet und rausgefahren und schon die erste links Kurve komisch genommen. Nach der linken Waldkurve kommt eine Rechtskehre, dort wie gewohnt ans Gas gegangen und fast die Inneren Kurbs überfahren… :?:
Was ist das?!
Dann kam es mir so langsam… Das "alte" Federbein war viel zu Weich und bei jedem Beschleunigen gab es zu arg nach und trug mich raus. Ich habe es schon so kompensiert, dass ich beim Gas geben mich mehr reingelegt hatte.
Na gut, neues Ziel Motorrad neu kennenlernen.

Bis zur Mittagspause habe ich mich an das neue Fahrverhalten gewöhnen können und das Motorrad lag wirklich viel stabiler in den Kurven. Das lockere Fahren ohne am Lenker zu hängen klappe auch immer besser und vom Gefühl her war ich mit dem Oberköper neben dem Motorrad.
Vom freiem Fahren bei Plüss war ich begeistert, man hat kein Stress fertig zu werden und die Turnlängen und –pausen kann man gestalten wie es einem zusagt.

In der Mittagspause zum Fotografen gelatscht, UPS… das Gefühl ist etwas subjektiver ausgefallen als gedacht ;)
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Foto von Sportfoto-Trescher

Bilder können ein super Instruktor sein… Ich habe gemerkt dass ich teilweise mit dem Fußballen auf der äußeren Fussraste war.

Jo war mit dem Vormittag auch zufrieden und konnte sich langsam mit seiner GSXR anfreunden (Irgendwie war es trotzdem eine Zwangsehe…) und beiläufig meinte er, in einer Kurve hat es mal unten etwas gerattert.
Ich das Motorrad angeschaut und bin vom Glauben gefallen… „Jo, komm mal Rüber… Schau her! Und dass hast du weder gesehen noch gemerkt?!“ Jo eiskalt: „Ne!“
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Foto von Sportfoto-Trescher


Mehr Schräglage geht mal gar nicht (Das weiße unten ander Verkleidung ist Schleifspuren)! Ihm noch kurz erklärt dass es so langsam Zeit wird mit dem Körper neben der Maschine zu sein, bevor der Motordeckel oder die Fussraste ihn aushebelt. Aber da ist Jo unerschrocken, er fährt ohne sich großen Kopf zu machen, da kann man fast schon neidisch werden :p

In der Mittagspause sind wir beide auf Slicks gegangen und das gleiche Spiel. MP Ende 80% aller Fahrer wollen sofort raus. Wir wieder gewartet und rausgefahren.
In der Einführungsrunde auf die ewig lange Gerade gekommen und voll ans Gas (107PS…) und nach geschätzten 300m bei >180 km/h wird das Heck unruhig… Wirklich minimal, als ob es Millimeterweise schlängeln würde. Mit größerer Vorsicht die nächste Runde begonnen und bis zur Geraden Nichts und auf der Geraden wieder schlängeln.
Sofort in die Box und das Hinterrad geprüft ob es lose war. Alles Paletti.
Wieder raus. Und wieder das gleiche Spiel…
Diesmal Sofort rausgefahren und hinten die den Abstand an den Kettenspannern vermessen, ob ich schräg gespannt hätte. Alles Paletti.

In der Zwischenzeit kam Jo wieder von seinem Turn zurück und fragt mich was los sei, ich ihm alles Erklärt und er trocken. „Ist bei mir auch so, komisch oder?“

Anscheinenden kann es bei Slicks passieren dass der Geradeauslauf schlechter wird und man kann es wie Jo hinnehmen oder wie ich in Panik alles hinterfragen…

Die Slicks hatten wesentlich besseren Grip und lagen mir besser wie die R10. Die äußere Fußstellung habe ich versucht zu korrigieren, aber da habe ich mich so unwohl gefühlt und dabei einen groben Fahrfehler begangen, dass ich beschloss die korrekte Fußposition wann anders zu trainieren.

Ich habe mir in der Zwischenzeit Racechrono Pro besorgt und wieder Probleme mit dem GLO gehabt so hatte ich leider keine Rundenzeit, aber es war ok, da alle anderen Sachen mich absolut Positiv stimmten.

Erfolge:
- Sitzen geblieben
- Mehr Sicherheit gewonnen
- Wenigsten bissl mehr Oberkörper reingelegt

Erkenntnisse:
- Höre auf Keinen der Sagt, Fahrwerkeinstellen ist nur was für die schnellen Jungs
- Racechrono benötigt doch einiges an Supportkontakt
- In die Kurve reinbremsen ist nicht so schlimm ist es sich anhört

Mein Status: Schisser

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Foto von Sportfoto-Trescher

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Re: Vom Schisser zur Wanderschikane

Beitragvon sergioausrio » Sonntag 31. Dezember 2017, 22:53

Ich lese es gerne und viele Fehler am Anfang kann man auch mit epischer Theorie nicht weg machen. Wer keine Buddys hat die einen direkt mal auf die richtige Bahn bringen, muss eben einiges selbst "erfahren". Mein Rennstrecken Leben hat mit zwei üblen Unfällen begonnen und an keinem war ich Schuld. Heute fahre ich nur noch für mich, weil's mir Spaß macht und nehme alles nicht mehr so ernst und verbissen. Ratschläge und konstruktive Kritik sind gern gesehen...aber eben auch nur das. Ich hoffe da kommt noch nen bisschen was...der Winter ist noch lang. Danke für die ganze Mühe.
Termine 2018:
30.4-01.05 Pan
12.5 Salzburg Ring
18./19.6 Pan
16./17.7 Pan
8./9./10.8 Pan
19./20.9 Pan

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Re: Vom Schisser zur Wanderschikane

Beitragvon Paul1980 » Dienstag 9. Januar 2018, 23:51

So da bin ich wieder und ihr könnt nichts dagegen tun :twisted:
(Naja bis auf die Admins :mrgreen: )

Von dem Plüss Termin gut gelaunt zurückgekommen und gleich die anderen überzeugt dort nochmals zu buchen. Diesmal das ganze Wochenende und da am Freitag die DtB Veranstaltung war, sind wir am Abend hin und haben uns einen Platz ausgesucht und Zelt aufgebaut.

7. Termin 21./22.08.16 Anneau du Rhin kurze Variante mit Plüss ohne Gruppeneinteilung:

Ziele:
- Fahren, fahren, fahren

Der Morgen war mal wieder heroisch gut geplant… Paddy mit seiner R6 an die Lärmmessung gefahren und prompt wieder zurück gewesen - 106 db… wusste nicht dass eine 600er so laut sein kann ;) . Am Wochenende sind in AdR 98 db oder Serienauspuff angesagt.

Zum Glück hatte er den Serien ESD und den hinteren Teil des Rohrs dabei gehabt, leider hat es aber nicht so ganz auf die eingebaute Anlage gepasst…
Er war bis kurz vor dem Mittag fluchend am Flexen und Hämmern bis er den Auspuff montiert hatte. Dann hat er den Aufkleber für Serienanlage ohne Messung erhalten. Ich glaube es kam mehr Lärm aus dem aufgeflextem Mittelrohr wie aus dem ESD :lol:

Am Vormittag lief es bei mir zwar nicht perfekt, aber auch ohne große Aufreger. Paddy kam so gar nicht mit der Strecke zurecht. Und Ralf war am Abstimmen der Fussrastenposition an seiner neuen TRW Anlage. Eine Position war doch etwas zu tief und er fuhr sich den Knauf am Schaltpedal ab, zum Glück habe ich noch welche als Ersatz dabei.

Am Nachmittag bot ich Paddy an, ihm die Linie etwas zu zeigen (Ja der einäugige ist der König unter den Blinden :p ). Ich versuchte seine Pace zu treffen, aber es ist schwerer als gedacht. Respekt vor den erfahrenen Instruktoren! Also musste ich mich immer wieder umdrehen um zu sehen, wo er bleibt. Vor der Waldkurve links umgedreht und dieses Suchbild vor Augen gehabt:
Bild

In der nächsten Runde den Fotographen gesichtet und ich wollte posen. Diese Kurve nehme ich in der nächsten Runde bissl besser und komme hier aufs Knie.... Angesetzt und fast auf die Fresse geflogen. Aha so fühlen sich also kalte Reifen an…
Immerhin danach bin ich jede Outlap schneller gefahren, da ich merkte für meine Pace die Reifen von Beginn an im korrekten Temperaturfenster sind.

Ralf hat schlussendlich fast die richtige Fussrastenposition gefunden und konnte wie ein junger Gott auf dem Moped hüpfen und war sofort regelmäßig auf dem Knie.

Der Zweite Tag verlief wenig spektakulär ab, jeder versuchte seine Rundenzeit zu verbessern und Paddy schaute sich zusätzlich mehrmals den Graswuchs an. Ich konnte immer runder fahren, aber die Angst vor der Kurve konnte ich nicht komplett ablegen.
So sieht man es im folgendem Video ganz gut:
Jo fährt mit seiner 750er K1 hinterher. Aus fast jeder Kurve komme ich besser raus, aber in jeder Bremszone holt er zig Meter wieder auf.
https://www.youtube.com/watch?v=wfuNk0- ... tion=share

Bei 7:05 Min: Ein Lehrvideo wie man eine Wanderschikane mit Stil schnupft ;)

Meine Bestzeit konnte ich am ersten Tag auf 1:28,2 verbessern und am zweiten Tag bin ich nicht unter 1:29,5 gekommen :|

Erfolge:
- Sitzen geblieben
- Mehr Sicherheit gewonnen

Erkenntnisse:
- Prüfe ob deine Ersatzteile auch wirklich passen :roll:
- Für meine Pace haben die Reifen in der Outlap genug Grip => Don't worry

Mein Status: Ängstliche Wanderschikane


Mit den beiden Tagen war sich doch zufrieden und es hat nur Mega Laune gemacht, sodass wir gleich im September 2 Tage in Bresse buchten.

Paddy:
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Jo:
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Ich:
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Wir:
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Re: Vom Schisser zur Wanderschikane

Beitragvon ps#23 » Mittwoch 10. Januar 2018, 10:14

Hi, habe mir das jetzt mal 2 Runden lang angeschaut.
Also falls es in deinem Sinn ist, die Rundenzeiten etwas zu verbessern, versuche mal folgendes:
- Achte mehr auf die Linie. Du bist zum Teil 5m neben der Spur und bist deshalb in sehr schlechten Positionen um effektiv Gas zu geben.
- Kann es sein dass du mit Kupplung hochschaltest? Da eiert der Drehzahlmesser immer so herum. Versuche das mal nur mit etwas Gas wegnehmen und Gang reindrücken. Ist eine Frage des Timings am Anfang, es schaltet sich aber viel sauberer und schneller
- Benutzt du an irgend einer Stelle die Bremse?
Soll jetzt nicht blöde klingen, aber es sieht so aus, als ob die in jede Kurve hinein alleine durch das vom Gas gehen und runterschalten verzögerst. Wenn ich überlege, an wieviel Stellen da schon recht intensiv geankert werden muss, sieht das bei dir schon sehr gemütlich aus.
- Vieeeel früher Gas geben. Wenn du nicht gerade mit nem Tourenreifen fährst, dann ist da noch so unendlich viel mehr Grip vorhanden als du abrufst.
Du scheinst erst so langsam das Gas aufzudrehen wenn du wieder aufrecht bist. Und selbst dann nur sehr zögerlich. Bei quasi Null Schräglage kannst du das Gas IMMER VOLL aufdrehen, da musst du keine Angst haben dass irgend etwas anderes passiert, außer dass sich Motorleistung in Vortrieb ändert.
Nur mal so als Anregung.

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Re: Vom Schisser zur Wanderschikane

Beitragvon techam » Mittwoch 10. Januar 2018, 11:35

Ich will da auch mal meinen Senf zu abgeben:
Vorher zum verständnis, die Filmende Maschine in den ersten 7min ist dein Kumpel mit der GSXR, du fährst davor?

Die Heckkamera läuft wie es scheint sehr versetzt zur Hauptkamera. Nur mal so am Rande.

An sich stimme ich ps#23 zu.

Ihr seit oft jenseits der Linie, sehr weit ab vom Schuss. Und vorallem jede Runde seid ihr woanders, mal seid ihr ordentlich am Curb, nächste Runde wieder 5m weg, dann mal 2m weg und dann wieder 6m...

Das müsst ihr üben, setzt Euch punkte nach denen ihr fahrt, die sorgen dann auch automatisch für die passende Blickführung.

Bei der Kupplung bin ich jedoch anderer Meinung. Bei eurem Speed ist es völlig unnötig ohne Kupplung zu schalten und das richtige Timing verbraucht viel zu viel eurer eh schon begrenzten Konzentration.
Ohne Kupplung schalten bringt weniger als eine Sekunde auf soeine Runde, erhöht den Stressfaktor jedoch ungemein und wenn das dann mal schiefgeht sitzt der schock des knarzend schreienden Getriebes die nächsten 10 Runden blockierend in eurem Kopf. Ihr konzentriert euch noch mehr aufs schalten und die Linie wird noch viel gruseliger.

Früher Gas geben und härter Bremsen sind durchaus richtig, viel wichtiger finde ich jedoch, dass ihr (zumindest dein Kumpel) viel zu viel bei gleichbleibender Drehzahl vor euch hin crused!
Entweder Beschleunigen oder Bremsen, niemals bei gleichbleibender Drehzahl so vor sich hintuckern. Vorallem auf den Zwischenstücken zwischen den Kurven.

In den Kuven entweder die Maschine leicht auf Zug halten oder durch leichtes wegnehmen des Gases den Radius schließen lassen. Ihr hängt einfach konstant am gas und kommt deswegen am Ausgang der Kurve nicht nach Innen.
Gönnt euch zu dem Thema vielleicht mal einen Streckenrundgang bei Hafeneger, die erklären das wunderbar.

Und was ist das bei 10:00??
Hält dein Kumpel echt die Kupplung gezogen und schaltet dann mehrere Gänge runter?
Abgewöhnen!

MfG Christian
Hafeneger Cup 600 2018 #791
Termine:
15.5. Assen *Trackdays4all*
11.6. Assen *Trackdays4all*
26.-27.6. Hockenheim *Cup*
4.-5.8. Oschersleben *Cup*
24.-26.8. Most *Cup*
14.-15.9. Oschersleben *Cup*

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Re: Vom Schisser zur Wanderschikane

Beitragvon Sonic675R » Mittwoch 10. Januar 2018, 12:32

Wenn ich das so lese bin ich echt froh immer in der schnellsten Gruppe fahren zu können...wenn ich mir so durchlese was ihr da so fabriziert zum Teil möchte ich echt nicht in eurer Gruppe fahren :alright: ...

Und zu "MadFio"...zu dem würde ich nicht mal mein BobbyCar zur Reparatur bringen :banging:


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