Leichtgewicht Kawasaki Zxr 400? Vom Straßen- zum Rennumbau

Der Bereich für Eure Projekte, Um- und Aufbauten. Auch Tips und Tricks zu Feinheiten, aber keine Standardthemen wie: so wechselte ich die Bremsbeläge.

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Le Zonki
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Re: Leichtgewicht Kawasaki Zxr 400? Vom Straßen- zum Rennumbau

Beitragvon Le Zonki » Mittwoch 31. Mai 2017, 15:22

Hätte ein Sattel von nem Schlammhopser oder Roller nicht auch getan??

:band:

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SlowMo400
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Re: Leichtgewicht Kawasaki Zxr 400? Vom Straßen- zum Rennumbau

Beitragvon SlowMo400 » Donnerstag 1. Juni 2017, 09:12

Ganz einfach: nein! Die Teile wiegen mindestens 2 mal so viel (Cross), eher aber das dreifache und mehr (Roller). Hab beides hier liegen, der Rollersattel kommt mit 420g ohne Belägen und ist wirklich äußerst unästhetisch. Die Cross Teile sind Schwimmsättel und ein Drama beim Reifenwechsel. Zudem wäre der Halter dazu deutlich aufwendiger zu konstruieren. Habe momentan einen drauf (600g incl Beläge und nötiger Adapterplatte) von ner Ktm mx500) und. Die neueren Cross Zangen sind sicherlich nochmal 100g leichter aber es bleibt der Aufwand und der höhere Preis.

Natürlich will ich auch eine funktionsfähige Bremse haben. Viel benutze ich sie nicht, letztens auf dem Nbr mit Alu Bremsscheibe nur in der Box als "Handbremse"
Aber wenn ich sie doch mal öfters nutzen sollte wird das Magura Teil wohl seinen Dienst tun. Zugelassen bis 205kg (und da sind meine Zxr und ich drunter ;) ) und den Tests nach auch bei langen Downhill Fahrten standfest. Und da wird ordentlich verzögert und sicherlich auch einiges an Hitze ins System gebracht, während ich vielleicht in zwei drei Kurven mal den Fuß mit drauf stelle... Naja lange Rede kurzer Sinn, wie es sich tatsächlich verhält wird sich erst beim Fahrversuch zeigen^^


Noch was anderes zum Heckrahmen, Material ist gekauft und mir ist noch ne Idee zum Thema Verbundwerkstoff gekommen. Ich hatte zwischenzeitlich ja mit dem Einsatz von Carbon Rohren geliebäugelt. Das war mir "pur" aber etwas zu heiß, habe da auch schon schlechte Erfahrung gesammelt. So läuft es jetzt auf Carbon mit einer Alu Seele hinaus, in einfacher Teleskop Bauweise und dann verklebt. Ich denke gerade bei den hinteren langen Streben die ordentlich Biegebelastung abbekommen könnte das gut nützen
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Jo-10
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Re: Leichtgewicht Kawasaki Zxr 400? Vom Straßen- zum Rennumbau

Beitragvon Jo-10 » Sonntag 4. Juni 2017, 16:39

Gewicht hin oder her ... Du fährst das zwei bis vierfache der Geschwindigkeiten die beim Downhill normal gefahren werden.
Ich nehme an das ist nen MT5 Sattel?

Regulär kommen Fahrrad Bremsscheiben in 2mm Stärke und haben maximal 203mm Durchmesser. Neue hintere Bremsscheiben für Mopeds haben ~5mm Stärke und meist auch größere Durchmesser.

Also ich find die Idee ganz lustig, aber aufgrund der Geschwindigkeit, der Stärke der Bremsscheibe, der deutlich geringeren Reibungsfläche (Scheibe/Beläge) und dem hohen Systemgewicht, vermute ich, dass das keine gute Alternative ist.

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Re: Leichtgewicht Kawasaki Zxr 400? Vom Straßen- zum Rennumbau

Beitragvon Dartagnan » Montag 5. Juni 2017, 09:30

Den MTB-Kram würde ich mir nicht antun. Es gibt aber eine wunderbare Alternative, schon seit Ewigkeiten: ISR. Gibt es in radialer und axialer Befestigung. 5mm Dicke der Bremsscheiben sind kein Problem, 3mm gehen aber natürlich auch. Höhe der Reibfläche 27mm.
Und das Beste: 250 gr inkl. Belägen.

Ich "fahre" den selber auch, auch wenn ich hinten nicht mitbremse.

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Re: Leichtgewicht Kawasaki Zxr 400? Vom Straßen- zum Rennumbau

Beitragvon SlowMo400 » Montag 5. Juni 2017, 09:39

Ja ist ein Mt5 Sattel und wird zB auch nicht mit Dot sondern Mineralöl benutzt.
Die Bremsscheibe gibt es natürlich nicht fertig zu kaufen, die soll aus v2a gelasert werden. 3mm sind im Sattel mit neuen Belägen realisierbar. Die Reibfläche für die Beläge ist 2cm hoch, Durchmesser wird 200mm. Die Reibfläche der Beläge ist nach Augenmaß etwa gleich breit aber nur halb so hoch wie die beim hinteren Motorrad Sattel, die Roller Zangen liegen irgendwo dazwischen.

Ich weiß noch nicht wie gut und standfest bzw stark verzögernd die Bremse wird oder obs ein Reinfall wird, das System überhitzt und die Beläge 2 Kurven halten. Erfahrungen mit den hohen Geschwindigkeiten gibt's eben recht wenig. Testen werde ichs aber zumindest (abseits der Strecke natürlich) denn sollte die Bremszange und Scheibe was taugen habe ich eine unschlagbar leichte Anlage :)

PS: Die ISR Bremszangen wären natürlich auch schön aber sind leider weit außerhalb meines Budgets, daher kommen diese eigentlich nicht in Frage...
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Black
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Re: Leichtgewicht Kawasaki Zxr 400? Vom Straßen- zum Rennumbau

Beitragvon Black » Montag 5. Juni 2017, 22:43

In irgend einem Tuner GP haben sie doch auch schon mal einen MTB Bremssattel hinten an einer ZX10R 08 montiert. Hat auch funktioniert. Ich komm nur grad nicht drauf wer das war.

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Re: Leichtgewicht Kawasaki Zxr 400? Vom Straßen- zum Rennumbau

Beitragvon SlowMo400 » Dienstag 6. Juni 2017, 18:17

Das müsste diese hier gewesen sein:
http://www.hoely.de/portfolio/zx-10rr-u ... tion-2010/

Den entsprechenden Bremssattel gibt's allerdings nicht mehr, unterscheidet sich von den Eckdaten allerdings auch nur unwesentlich vom Magura Mt5 oder zb dem Hope M4
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Re: Leichtgewicht Kawasaki Zxr 400? Vom Straßen- zum Rennumbau

Beitragvon Black » Dienstag 6. Juni 2017, 19:56

Genau die hab ich gemeint. Das Gewicht auf der Seite ist aber das Seriengewicht. Die haben damals Gewichtsangaben gemacht die kaum zu glauben waren.

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Re: Leichtgewicht Kawasaki Zxr 400? Vom Straßen- zum Rennumbau

Beitragvon SlowMo400 » Mittwoch 19. Juli 2017, 10:59

Soo, dann machen wir mal thematisch beim Bremssattel weiter! Für den Halter habe ich mir eine Platte Alu 7075 besorgt, aus welcher besagtes Teil hergestellt werden soll. In Ermangelung einer Fräse sind die Möglichkeiten recht begrenzt und so hat das Teil eben nur eine durchweg gleiche Stärke. Das ist nicht unstabil, aber eben relativ zum Gewicht gesehen auch nicht das stabilste was geht.
Wie dem auch sei, das Teil ist entsprechend simpel aufgebaut, es muss ja auch nicht viel können. Die Abstützung des Bremsmoments erfolgt an den Planflächen ober- und unterhalb der Schwinge, wobei der obere Teil vorwiegend dazu gedacht ist den Halter an der Schwinge zu fixieren, sodass er auch ohne Achse an Ort und Stelle bleibt. Dazwischen ein Loch für die Achse, logisch, und zwei weitere für Bremssattel + Adapter. Die Version hat mehr Bauteile als nötig, damit ich das ganze in axialer Richtung an verschiedene Felgen anpassen kann, zum Beispiel an das 5,5" Hinterrad was hier noch irgendwo herumfliegen sollte, welches die Bremsscheibe deutlich weiter außen trägt als die kleinere Felge. Das finale Teil würde ich dann aus einem Stück machen und den Versatz oben via Distanzhülse zur Schwinge lösen, mit entsprechend angepasster Abstützung.
Die 200mm Bremsscheibe dazu ist bestellt und da das ganze noch eher einen Testcharakter hat und die tatsächliche Funktionalität noch offen ist wurde es die günstige Rohling Version. Also V2A gelasert, der Bremsring in der nötigen Höhe aber ohne Löcher, Schlitze oder sonstige Erleichterungen, dazu nur die innere Verschraubung. Ich werde hier wohl manuell noch nacharbeiten damit sich kein Gaspolster zwischen Belägen und Scheibe bildet. Bereits ohne sollte die Scheibe rechnerisch nur 333g wiegen, die mit dem leichten "Kiemen" Design nochmals 100g weniger! Der Bremssattelhalter kommt auf schmale 150g, der Sattel nicht viel mehr: 160g. Somit wiegt die GESAMTE Hinterradbremse nur 650g (550g)! Dazu kommt noch die Carbonbremsleitung mit Alu Hohlschrauben, zusammen auch nur 50g und die kleine Bremspumpe mit integriertem Ausgleichsbehälter (130g). Nachtrag: die originale Bremse kommt mit 2900g statt der 650g!

Fertigung:
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Größenvergleich aber falsch herum
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So gut wie fertig, Abstützung wird noch verschraubt/ verschweißt (! 7075 lässt sich erstaunlicherweise sehr viel besser schweißen als erwartet)
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SlowMo400
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Re: Leichtgewicht Kawasaki Zxr 400? Vom Straßen- zum Rennumbau

Beitragvon SlowMo400 » Mittwoch 19. Juli 2017, 11:36

Nachdem die Hinterradbremse damit beinahe fertig ist, stehen erstmal nur noch Heckrahmen und Ram Air auf der Liste. Mit letzterem will ich auch anfangen, da es die kleinere Baustelle ist.
Die Box selbst und den Schnorchel habe ich soweit fertig bearbeitet und diese könnte man nun so lassen. Oder nicht. Ich glaube das ist auch so ziemlich mein Problem :D Also noch mal auf den Tisch damit und verbessern. Geplant ist eine Hitzeschutzisolierung sämtlicher Teile. Das kann sicherlich nicht schaden und bringt bestenfalls sogar etwas Leistung. Auf der alten Airbox hatte ich so ein Alu-Klebeband was nicht so richtig gehalten hat und auch "relativ" schwer und für die engen Radien auch nicht ideal war. Daher sollte es dieses mal was anderes werden, die dickeren Gfk Matten könnten vom Raum her knapp werden und so habe ich mich letztlich für Rettungsdecken entschieden. Leicht, billig, flexibel und funktionieren. Selbstklebend gibts die aus irgend einem Grund aber nicht, also kam Sprühkleber zum Einsatz. Die poröse GFK Airbox hat sich zwar anfangs etwas davon einverleibt aber danach ging das auch problemlos, hält Bombe. Überschüssiges Abschneiden und fertig :D

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Exkurs: Silber oder Gold? Kollege von mir meinte direkt "Moment, das ist doch falsch herum! Bei den ganzen Autos etc ist die Folie immer außen Gold". Joa, kann man machen und ist eigentlich beinahe auch egal. Aber eben nur beinahe und wenn schon, dann doch bitte auch richtig machen. Die silberne Seite reflektiert die Hitzestrahlung besser als die goldene.
Der Wikipedia Auszug dazu:
"In der einfachen Ausführung (MPET) handelt es sich um metallisierte Plastikfolie, also zwei fest miteinander verbundene Schichten gemäß DIN 13232[6]
Eine 12 µm dünne, reißfeste, transparente und wasserdichte Polyester-Folie (PET).
Eine extrem dünne, stark reflektierende (≈ 99 %) Aluminium-Schicht.
[...]
Jedoch ist der Unterschied in der IR-Reflexion laut Untersuchungen vernachlässigbar und soll nur einen Unterschied von 1 °C bewirken können, wobei die silber-farbene Seite zu 99 % und die gold-farbene Seite zu 97 % IR-Wärmestrahlung reflektieren soll.
Die Wirkung der Rettungsdecke basiert auf Verminderung des Wärmetransports durch
Reflexion
sie stoppt weitgehend die Wärmestrahlung."


Zum Vergaser Setting bei der großen Airbox: 100er (statt 95er) Hauptdüse hatte ich sowieso schon drin und diese bleibt erstmal als Anfangspunkt. Hier werde ich vermutlich schrittweise erhöhen und bei etwa 105 ein gutes Ergebnis erzielen können, so die Erfahrungswerte.
Die größere Änderung habe in an der Luftdüse vorgenommen. Die ist original mit #200 sehr groß dimensioniert und könnte unter anderem für die starken, drehzahlabhängigen Schwankungen des Lambdawertes verantwortlich sein. Also den Zahn buchstäblich gezogen, denn die Düse ist nicht verschraubt sondern verpresst. In das entstehende Loch wird ein M5 Gewinde geschnitten und man kann jetzt mit Standard Hauptdüsen arbeiten. Erstmal wird das ganze mit eine 0er Düse (auch Schraube genannt) dicht gemacht. Je nach Verhalten wollte ich danach auf eine 30er gehen, das ist die kleinste die ich finden konnte. Der Rest sollte dann über die Hauptdüse machbar sein. Ich bin jedenfalls schon gespannt wie sich das auswirken wird, da die Stellschraube Luftdüse bis dato noch nicht wirklich viel behandelt wurde.
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