Fragen zur GripOne TC

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Harm
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Re: Fragen zur GripOne TC

Beitragvon Harm » Freitag 29. September 2017, 09:57

Hab gestern mit nem Freund gesprochen ueber das Thema, der beides kennt.
Die Gripone und die serienmaessige an der ZX10.
Seine Aussage: die Gripone arbeitet, wenn auch etwas ruppig. Die serienmaessige viel weicher und unauffaelliger.
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Gebrünn
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Re: Fragen zur GripOne TC

Beitragvon Gebrünn » Freitag 29. September 2017, 15:13

Da ich seit diesem Jahr ebenfalls mit der GripOne Chrono (inkl IMU) auf meiner Kilo K7 unterwegs war/bin, kann ich euch vielleicht auch etwas in euren Überlegungen unterstützen.

Eins vorweg: Ruppig oder plötzlich greift da nichts ein. Eher geschmeidig und sanft.

Mir hat sie definitiv geholfen richtig Gas zu geben; sowohl was den Zeitpunkt angeht, als auch die Stärke des Gas gebens.
Seit meinem Highsider in der Spitzkehre in Most hatte ich teilweise ordentlich 'n Stock im Arsch was das Rausbeschleunigen anging. Der ist jetzt weg - und nicht weil ich mich blind voll und ganz auf die TC verlasse :P

Der Einbau und Einstellen sind easy gemacht. Die herstellerseitigen Grundwerte erachte ich als sehr guten Einstieg. Vor allem um erstmal zu spüren was unter einem passiert. Ich rate aber auf den Lenkertaster nicht zu verzichten; so schaltet man schneller von Map 1 auf 2 oder 3, da "Serien-1" nicht wirklich hilft um schneller zu werden.
Laut Micron regelt das System zwischen jeder Stufe um zwei Stufen schärfer; was auch gut hinkommen mag.
Die Herstellerwerte für Map 1 fahre ich im Regen. Map 2 habe ich auch im Regen getestet, aber das ein oder andere mal ordentlich Feuer vom Hinterrad bekommen. Der Trottel, der im Regen wegen zu scharfer TC abfliegt, wollte ich dann doch nicht sein :P

Im Trockenen war ich fast ausschließlich auf Map 3 unterwegs; einzig früh morgens war mir Map 2 dann doch noch lieber. So ein Kadaver muss auch erstmal war werden und ne braune Kombi brauch ich im ersten Turn dann doch nicht ;)

Zwei Termine mit insgesamt 5 Tagen hatte ich dieses Jahr; hier das Resultat:
Most: trocken: von 1:50 auf konstante 1:48; nass: 1:54 (Regendebüt :band: )
Oschersleben: trocken: 1:36 im Verkehr; feucht/nass: 1:52; stehendes Wasser/starker Regen 1:59

Edit.:
Mein Ziel war es Vertrauen wieder zu finden, schneller zu werden und sie möglichst wenig regeln zu lassen. Letzteres blieb im Regen zwar nicht aus, aber dafür rettete sie mir da das ein oder andere mal da ganz schön den Arsch - Stichwort "curbs bei Regen" :axed:
Nächstes Jahr wird weiter dran gefeilt die/meine Grenzen zu verschieben
Zuletzt geändert von Gebrünn am Freitag 29. September 2017, 15:31, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Fragen zur GripOne TC

Beitragvon Harm » Freitag 29. September 2017, 15:18

Danke Dir.
Spuerst Du das Regeln?
Ich bin noch nie mit TC gefahren....daher frag ich vielleicht doof....wie fuehlt sich das an?
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Re: Fragen zur GripOne TC

Beitragvon Gebrünn » Freitag 29. September 2017, 15:27

Ich höre sie mehr, als dass ich sie spüre. Nur die wheeliecontrol regelt mir in der Serien-Map 1 zu früh; da merkt man deutlich wie sie eingefangen wird.
Wie fühlt sich das Regeln an? Gute Frage. Sie zieht nicht mehr ganz so wie man es kennt. Als würde etwas Leistung fehlen. Was ja auch stimmt.
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Re: Fragen zur GripOne TC

Beitragvon Schizo » Freitag 29. September 2017, 17:29

Gebrünn hat geschrieben:Da ich seit diesem Jahr ebenfalls mit der GripOne Chrono (inkl IMU) auf meiner Kilo K7 unterwegs war/bin, kann ich euch vielleicht auch etwas in euren Überlegungen unterstützen.

Eins vorweg: Ruppig oder plötzlich greift da nichts ein. Eher geschmeidig und sanft.

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Im Trockenen war ich fast ausschließlich auf Map 3 unterwegs; einzig früh morgens war mir Map 2 dann doch noch lieber. So ein Kadaver muss auch erstmal war werden und ne braune Kombi brauch ich im ersten Turn dann doch nicht ;)

Zwei Termine mit insgesamt 5 Tagen hatte ich dieses Jahr; hier das Resultat:
Most: trocken: von 1:50 auf konstante 1:48; nass: 1:54 (Regendebüt :band: )
Oschersleben: trocken: 1:36 im Verkehr; feucht/nass: 1:52; stehendes Wasser/starker Regen 1:59

Edit.:
Mein Ziel war es Vertrauen wieder zu finden, schneller zu werden und sie möglichst wenig regeln zu lassen. Letzteres blieb im Regen zwar nicht aus, aber dafür rettete sie mir da das ein oder andere mal da ganz schön den Arsch - Stichwort "curbs bei Regen" :axed:
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Danke für so einen ausführlichen Bericht, entspricht genau dem was ich hören wollte ;-)

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Re: Fragen zur GripOne TC

Beitragvon Schizo » Freitag 29. September 2017, 17:33

...die IMU ist nur für das "Anti Wheelie" zuständig oder hat die noch eine andere Funktion???
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Re: Fragen zur GripOne TC

Beitragvon lasics » Freitag 29. September 2017, 20:03

Harm dein Freund hat Käse erzählt.
Die Tc ist 20 zigfach einstellbar wann sie eingreift und zwanzigfach einstellbar wie stark sie eingreifen soll.
Gebrünn deckt sich 100 % mit meinen Erfahrungen. Mein Highsider war nur im Pannonia, aber die Zeiten in Most sind identisch. (bei mir halt mit der 750er)
Schizo mit dem IMO hast du Slidecontrol, Wheeliecontrol und Launchcontrol.

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Re: Fragen zur GripOne TC

Beitragvon Gebrünn » Freitag 29. September 2017, 20:58

Eigentlich müssten einem auch ohne IMU jede "control" zur Verfügung stehen. Nur nicht so fein errechnet wie mit ihr.
Zusätzlich zu den Triggersignalen von HR und VR kommen durch die IMU noch Massenträgheitswerte. Das macht das ganze noch feinfühliger.
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Re: Fragen zur GripOne TC

Beitragvon Schizo » Samstag 30. September 2017, 10:22

Alles klar verstanden... Denke der Gedanke TC festigt sich langsam ;-) Werde vorher bei den Micron Jungs in Fürth noch mal wegen IMU etc. anfragen, die sind ja recht umgänglich...

Erstmal vielen Dank Jungs, Gruß Andy
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Re: Fragen zur GripOne TC

Beitragvon christian287 » Dienstag 3. Oktober 2017, 12:45

Ich hab die Chrono bei meiner SC57 seit dieser Saison auch drin und was soll ich sagen... Ich finde das Teil echt super! Es hat mir riesig geholfen Vertrauen beim Rausbeschleunigen zu finden, was sich im Endeffekt auch wirklich in deutlich besseren Rundenzeiten ausgewirkt hat. Ich habe dieses Jahr in OSL knapp 6 Sekunden (1:43 auf 1:37) gefunden und der freie Kopf durch die TC hatte wesentlichen Anteil daran. Zur Arbeitsweise kann ich nur sagen, dass das Regeln der TC nicht wirklich zu spüren ist, also sehr sanft erfolgt (ich hatte erstmal alles auf den vorgegebenen Einstellungen). Ich hab nur beim bewussten Blick auf die LEDs gesehen, dass es regelt. Bei der Wheelie Control muss allerdings noch etwas Feintuning her, die ist etwas zu ruppig und greift bei den vorgegebenen Einstellungen recht früh ein, da muss ich noch etwas probieren. Ansonsten muss ich sagen, dass ich überrascht war, wie spät die TC bei den Standardeinstellungen eingreift, dafür war schon fortgeschrittene Schräglage und etwas mehr Gas nötig. Also insgesamt bin ich sehr zufrieden...und ach ja, der Einbau war auch recht easy. Allerdings hab ich hinten noch eine Bremsscheibe von Ten Kate verbaut, durch die ich 8 statt 4 Sensorpunkte hab.


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