Vom Schisser zur Wanderschikane

Infos zu und mit Veranstaltern, aber auch zu anderen Themen,
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Sonic675R
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Re: Vom Schisser zur Wanderschikane

Beitragvon Sonic675R » Donnerstag 11. Januar 2018, 14:27

Dass in der schnellsten Gruppe nicht alles perfekt ist hab ich nie behauptet, aber wie du schon sagtest: es ist einfach alles berechenbarer, Leute kreuzen nicht die Linie, drehen sich nicht plötzlich um und machen das Gas zu, etc etc...

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techam
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Re: Vom Schisser zur Wanderschikane

Beitragvon techam » Donnerstag 11. Januar 2018, 14:55

Ganz unrecht hat Sonic nicht.

Einigen, mir eingeschlossen, ist es oftmals unbegreiflich, wie Leute bei dem Tempo noch so oft auf die Nase fallen können.
Das man mal stürzt, passiert.
Aber ich kenne Leute, die fahren 15 sek langsamer als ich und liegen bei 90% ihrer Veranstaltungen auf dem Hintern.
Stoner würde sagen: "Your ambition outweighed your talent"
Schonmal versucht 15sek langsamer als deine Bestzeit zu fahren?


Und auch die Schnellen haben mal klein angefangen, durchaus. Aber es gibt auch genug die nach 10 Jahren immernoch in der langsamsten Gruppe fahren und da ist gewisse Skepsis gegenüber deren Fähigkeiten und vorallem deren Ernsthaftigkeit durchaus angebracht. Nicht jeder wird mal ein Rossi, aber mittlere Zeiten sollte jeder halbwegs motivierte Fahrer irgendwann mal erreichen können. Nicht zuletzt ist selbst Gruppe 2 bei den meisten Veranstaltungen noch sehr langsam...

Und auch in Gruppe 1 ist nicht alles friede freude Eierkuchen, aber es geht im Schnitt wesentlich gesitteter zu.

Mit der Qstarz 818 kann ich uneingeschränkt zustimmen!

MfG Christian
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Re: Vom Schisser zur Wanderschikane

Beitragvon Paul1980 » Donnerstag 11. Januar 2018, 14:56

@ Christian:
Ich filme nicht meinen Hintern um den der Öffentlichkeit zu präsentieren. Alles GLO/Racechrono / Kamara vorn und hinten ist als Lernzweck gedacht. Nach hinten filme ich meistens wenn die anderen vier eher hinter mir starten und ich die vielleicht filmen kann.

@Sonic:
Wer sagt dass man Kies verliert und auf der Strecke rumgurkt? Bei mir war es 2 Mal Pannonia und beides Mal bin ich schnellstmöglich über die Rettungswege in die Box gefahren und dort die Verkleidung abgemacht um eben Kies nicht zu verteilen...


Ansonsten wollte ich hier keine fiese Diskussionen anzetteln nur eigentlich ein "Werdegang" eines nicht so begabten aber passioniertem Hobbyfahrer darstellen :wink:

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Harm
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Re: Vom Schisser zur Wanderschikane

Beitragvon Harm » Donnerstag 11. Januar 2018, 15:26

Naja Paul, Du hattest es so geschrieben....durchs Kies, dann nen Turn gefahren, dann erst ausgeleert.
Das tut man natuerlich bevor man wieder rausfaehrt.
Und klar techam, da geb ich Dir auch Recht.
Allerdings seh ich beim Paul durchaus nen Fortschritt und auch den Willen, sich zu entwickeln.
However....wegen mir muss auch nicht jeder schnell werden, das kann jeder halten wie er will.
Alle schnelleren Fahrer sind natuerlich froh, dass sie "unter sich" sind.
Das ist auch vollkommen ok so.
M.E. muss es aber nicht sein, den langsameren so einen reinzudruecken.
Mach ich auch nicht, ich erinner mich noch sehr gut an mein erstes Mal.
Klar bin ich damals auch aus heutiger Sicht nen Scheissdreck zusammengefahren.
Aber sowas wie "bin ich froh, dass ich mit dir nicht fahren muss" haett ich nicht unbedingt gebraucht.
Im Gegenteil, Windy hat damals am ersten Nachmittag Instruktor gemacht fuer mich....fand ich eher motivierend.
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techam
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Re: Vom Schisser zur Wanderschikane

Beitragvon techam » Donnerstag 11. Januar 2018, 15:40

Nunja, es war sicher nicht politisch korrekt was Sonic da gesagt hat, aber schlussendlich werden das hier wohl noch ein paar mehr gedacht haben. Du scheinbar auch, wenn ich mir deine Kommentare zu dem Thema mit dem Kies anschaue.

Wenn man dann abseit aller Korrektheit mal Ehrlich ist, sowas will man einfach nicht bei sich in der Gruppe.

Ich finde es gut wenn sowas auch mal gesagt wird, ohne Angst davor sich unbeliebt zu machen.

In diesem Fall wars jetzt nicht so schlimm, Paul hats scheinbar doch richtig gemacht, gibt aber genug dadraußen.. da graust es einem..
Bei den meisten Veranstaltern fährt gruppe 1 direkt nach Gruppe Chaos. Ich neige dazu immer sehr früh rauszufahren und sofort Kante zu geben. Da sieht man dann manchmal Merkwürdige Dinge die so zurückbleiben. Kiesspuren sind da noch eher harmlos.

Und Pauls Fortschritt will ich Ihm ganz sicher nicht absprechen, wie in meinem Kommentar direkt unter seinen beiden Videos zu sehen. Er hat durchaus schon ordentliche Fortschritte gemacht und er soll auch nicht gemeint sein mit den 10 Jahre Lernresistenten, solange fährt er ja scheinbar noch nichtmal.

MfG Christian
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Re: Vom Schisser zur Wanderschikane

Beitragvon Paul1980 » Donnerstag 11. Januar 2018, 16:47

Paul hat sicher nicht alles richtig gemacht. Den unter Adrenalin habe ich nur unten kurz die Verkleidung geprüft und es War i.O. dann raus und und die Kieselsteine oben auf dem Motorblock und seitlich zwischen Verkleidung und Motor dann entfernt.
Ich habe nicht mal dran gedacht das dort Steine drin sein könnten...
Beim 2. Dann richtig gemacht, den man lernt ja aus Fehlern... meistens...
Die Menge war vielleicht Künstliche Freiheit :p hört sich besser an wie ne Handvoll Steine.

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Re: Vom Schisser zur Wanderschikane

Beitragvon Harm » Donnerstag 11. Januar 2018, 17:41

Richtig.
Sowas will man nicht in der Gruppe.
Ich will auch niemanden, der das halbe Moped verliert in der Gruppe.
Und ehrlich gesagt auch nicht in der Gruppe vor mir.
Ich bin mal mittags in Bruenn zu Fuss raus auf die Strecke, was man da an Ersatzteilen findet, ist wirklich unbeschreiblich, da geb ich techam Recht.
Und ich moechte nicht der sein, der in voller Schraeglage mitm Vorderrad auf nen Schalthebel oder n Blinkrelais (hab ich tatsaechlich gefunden) kommt und dann den Hobel wegschmeisst.
Von daher der Wunsch an alle....seht zu dass der Kram an Euren Eseln fest ist.
Wir alle verlassen uns drauf, dass die Strecke sauber ist.
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Re: Vom Schisser zur Wanderschikane

Beitragvon luxgixxer » Freitag 12. Januar 2018, 00:15

Für den Fredersteller ein pasr Tipps.

Zur Zeit hast du einen Landstrassenfahrstil. Nicht böse gemeint aber zur Zeit machst du noch so ziemlich alles falsch, Linie, Bremsen, Gasgeben, Körperhaltung etc.
Du kannst aber an einem Rennstreckenwochenende nicht alles gleichzeitig verbessern.
Nimm dir also für ein 2-3 Tagesevent nur einen einzigen Pubkt an dem du arbeiten möchtest, schalte den Laptimer aus ubd konzentrier dich!

Mach eine Streckenbegehung mit einem erfahrenen Fahrer und lass dir die Einlenkpibkte und Scheitelpunkte zeigen. Dann arbeitest du mal 2 Tage NUR DARAN. Scheiss auf Bremse, Gasgeben etc. Nur eine einzige Sache. Am nächsten Termin, vorzugsweise auf der gleichen Strecke nimmstdu eine zweite Sache hinzu, zb Bremsen, ohne das Erlernte vom Linienfahren wieder ganz zu vergessen.
Und so arbeitest du Schritt für Schritt weiter. Wenn du merkst dass durch das Konzentrieren aufs Bremsen die Linie wieder flöten gehtdann bist du noch nicht bereit für den nächsten Schritt.
Bedenke, richtig Gasgeben aus der Kurve raus ist immer die allerletzte Lektion.
Mein erster Tippan dich: Ein Rennfahrer fährt nie in der Mitte der Strecke sondern kreuztdie Mitte nur. Für den Rest ist er entweder ganz aussen oder ganz innen.

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Re: Vom Schisser zur Wanderschikane

Beitragvon Paul1980 » Freitag 12. Januar 2018, 00:36

Ja keiner möchte eine verdreckte Strecke.
Aber mir persönlich ist es zu Pauschal zu behaupten, die Anfänger/Langsamen sind alle rüchsichtlose egoitische Fahrer.
Am Ende sind es gewisse Typen von Charakter, welchen es wirklich egal ist und diese Typen sind in allen Gruppen unterwegs.

Die gleiche Diskkusion kann man auf das Renngerät übertragen...

Ich wollte hier nur den Leuten mit ähnlichen Startschwierigkeiten zeigen dass die nicht alleine sind, den das Forum ist eigentlich voll von Talenten was einen manchmal ins grübeln bringt ob man wirklich so extrem talentfrei ist. Dann aber bei Fiala sieht dass man unteres Mittelmaß zu sein scheint 8)
Bei BTR waren wir wirklich einer der letzten, aber auch hier haben wir keine Stürze verursacht.

B2T:
Was ich noch sagen wollte, was mir wirklich Sicherheit gegeben hat war zuerst die Blickführung. In Bresse 2016 haben mir 3 Kurven massive Probleme bereitet. Die 9, 13 und 16.

Bild

Gerade bei der 9 habe ich mich immer unwohl gefühlt schon beim anbremsen und in einem der letzten Turns habe ich die Kurve 2 Mal hintereinander die Linie viel besser genommen und kam dann auch aufs Knie, danach wieder nicht. Nach dem Turn bin ich die Situation im Kopf durchgegangen und der unterschied war, dass ich früher den Blick vom Einlenk- über den Scheitelpunkt zum Kurvenende gelöst und geführt hatte.
Leider konnte ich es nicht mehr weiter umsetzten da die Saison vorbei war.

2017 bin ich mit der ZX6R - R in die Saison gestartet und gleichzeitig wollte ich eine etwas andere Fahrtechnik testen. Mit dem Arsch vor dem Bremsen auf die Seite und nach vorne an den Tank setzten, sowie mehr über die Oberschenkel anstatt Waden zu arbeiten (wie Troy Corser es in einem Video erklärt).
Diese Technik hat mir sehr viel Sicherheit gebracht, da man beim Einlenken sich wirklich nur aufs Einlenken konzentrieren kann. Das einzige Manko ist, dass ich zu groß (oder eher zu fett) bin um dann mit dem Oberköper nicht mehr nach vorne und neben dem Motorrad komme ohne die Arme komisch zu verschränken.
Also habe ich am 2. Tag das vorsetzen weggelassen und mich beim Bremsen mit den Knien am Tank abgestützt (was bei mir tatsächlich blaue Flecken verursacht... :mrgreen: :alright: ).
Der 3. Tag ging drauf nicht mehr mit den Fußballen auf den Fussrasten zu sein insb. beim Bremsen.
Dann war auch schon die erste Ausfahrt vorbei.

Im August bei Fiala habe ich mich wieder auf die Blickführung konzentriert und siehe da die Angst vor und in der Kurve war weg.
Ich konnte dann 3 Tage am Stück nur mit fettem Grinsen im Gesicht fahren und das Ergebnis waren die zwei Videos.

Jetzt nach über 2 Jahren und 18 Eventtagen bin ich auf einem Niveau von den meisten einigermassen taltentierten Anfängern. :band:
Aber ich bin glücklich und nun auch endlich Bereit die nächsten Schritte mit einem Instruktor zu machen und dabei stolz eine Wanderschickane zu sein.
Und für 2018 sind schon 8 Termine fix und der Instruktortag wird in den nächsten Wochen gebucht :mrgreen:

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Re: Vom Schisser zur Wanderschikane

Beitragvon Paul1980 » Freitag 12. Januar 2018, 00:42

luxgixxer hat geschrieben:Für den Fredersteller ein pasr Tipps.

Zur Zeit hast du einen Landstrassenfahrstil. Nicht böse gemeint aber zur Zeit machst du noch so ziemlich alles falsch, Linie, Bremsen, Gasgeben, Körperhaltung etc.
Du kannst aber an einem Rennstreckenwochenende nicht alles gleichzeitig verbessern.
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Und so arbeitest du Schritt für Schritt weiter. Wenn du merkst dass durch das Konzentrieren aufs Bremsen die Linie wieder flöten gehtdann bist du noch nicht bereit für den nächsten Schritt.
Bedenke, richtig Gasgeben aus der Kurve raus ist immer die allerletzte Lektion.
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Da war ich zu langsam mit dem Schreiben und habe leider deinen Post nicht gesehen.


Danke für die Tipps, ja das mit den Erfahrenen Fahrer ist bei uns mangelware. Da werden wir wohl ein Paar Bier in einer Nachbarbox ausgeben müssen und nach Tipps fragen.
Nach den ganzen Tipps werde ich meinen Fokus jetzt auf die Linie legen. Ich habe es schon ähnlich bei der RC Analyse gemerkt. Die schnellsten Runden auf Slovakia haben 10-12 km/h weniger auf der Geraden, dafür bessere Linie und somit Kurvengeschwindigkeit, was ich dann in die 2. Rechts reinnehme und dann bis 1s schneller war.


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